Zitiert: Auf den Weg zur Plattformdemokratien

Erst wenn man versteht, dass Donald Trump nicht zuallererst ein charismatischer Politiker ist, sondern ein perfektes Produkt der Plattformen, kann man die Konsequenzen seiner Wiederwahl erfassen: Das, worauf wir zugehen, ist die Plattformdemokratie, in der Wahlen nicht wie in Autokratien direkt manipuliert werden müssen, sondern in denen freie Wahlentscheidungen durch die Nutzerprofile der Internetplattformen erheblich beeinflusst werden können.

Marina Münkler, sueddeutsche.de, 14.11.2024 (online)

Zitiert: Wenn Journalisten Krankenhäuser sturmreif schreiben

Israels Armee hat das Gesundheitssystem im Gazastreifen nahezu vollständig zerstört: mit Bomben, Blockaden und der Unterstützung vieler Journalisten. […] Deutsche Medien berichten lieber über die nächste israelische Propagandameldung als über den unabhängigen UN-Bericht Auch der umfassende und unabhängige Bericht der Untersuchungskommission der…

Zitiert: Darf man für Rundfunkbeitrag Qualität und Vielfalt einfordern?

Es kommt nicht alle Tage vor, dass der Streit über den Rundfunkbeitrag ein deutsches Höchstgericht erreicht. Im Fall einer TV‑Zuschauerin aus Rosenheim aber fällte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig jüngst eine Entscheidung, die Sprengkraft für ARD und ZDF entwickeln könnte: Die Bayerin hatte…

Zitiert: Wozu das Fernsehen einmal fähig war

Der Württembergische Kunstverein Stuttgart zeigt Samuel Becketts Fernsehstücke für den SDR in einer Ausstellung. Sie sind so abstrakt wie durchdacht. […]

Auch wenn Becketts Fernsehspiele wahrscheinlich nie für ein Massenpublikum gedacht waren und es wohl auch nie erreicht haben, eines macht „Über Fernsehen, Beckett“ doch mehr als deutlich: In den richtigen Händen und unter den richtigen Produktionsbedingungen kann das Fernsehen Programme produzieren, die sogar fünfzig Jahre später noch eine eigene Ausstellung wert sind.

Verena Harzer, taz.de, 12.11.2024 (online)