Community-Radios gab es auch ohne Internet und Soziale Netzwerke

Oliver Jungen hat sich auf die Spuren des Erfolgs von 1Live begeben. 1-Live-Chef Jochen Rausch sieh ein großes Problem darin, dass die ARD außerhalb des Radios fast kein junges Publikum mehr erreiche: „Das sind die Beitragszahler von morgen, und werden die später noch für etwas zahlen, das in ihrer Jugend komplett an ihnen vorbeigegangen ist?“ So zitiert Oliver Jungen den Wellenchef auf faz.net

Die Medienkonvergenz, eröffne viele Chancen, aber führe auch zu einer neuen Konkurrenzsituation jenseits des UKW-Frequenzbandes. Man müsse sich als Marke im Netz erhalten: Nutzerbindung qua Gemeinschaftsgefühl sei nicht einfach. Stets müsse man den Kontakt mit den Hörern suchen. „Alle Möglichkeiten des Virtuellen nutzen und das Netz doch zugleich erden, echte Menschen in echten Räumen zusammenführen, damit scheint man die Bedürfnisse der Generation Internet zu treffen.“

Doch das ist nichts Neues. Das haben früher Sender auch schon gemacht.  So war DT64 in den 90er Jahren auch ein Community-Radio – ohne Internet und Soziale Netzwerke gab es Hörertreffen, teilte man über den Sender seine Erfahrungen aus, tauschte sich im Medium aus.

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Zitat der Woche
Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)