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Zitiert: Rolle professioneller Publizisten bei rechten Hass-Kampagnen

Der Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena, Matthias Quent, sagte der Deutschen Welle, Dinge, die vorher eindeutig rechtsradikalen Akteuren wie etwa der Identitären Bewegung zuzuordnen gewesen und eher im Verborgenen passiert seien, seien heute viel stärker mit einer rechtskonservativen Öffentlichkeit verzahnt: „Es gibt die Tendenz, dass jemand, der öffentlich renommiert ist, vorangeht, unerwünschte Personen im Grunde markiert und zum Abschuss freigibt, und sich dann Rechtsradikale darauf stürzen.“

DLF, Nachrichten, 21.11.2019 (online)

Zitiert: „Betrieben westdeutsche Medien keine Propaganda?“

Lothar Loewes Antwort auf dies Interviewfrage lautet: „Doch, sicher war das so, aber es gab keine zentrale Steuerung. [W]ir Journalisten waren daran interessiert, dieses System zu schwächen.“ So seien Schwerpunkte gesetzt worden, die ein besonders schlechtes Licht auf die DDR warfen. „Das druckten wir Tag für Tag in den Zeitungen. Das war natürlich ein Kampagnen-Journalismus, den ich heute anders beurteile.“

Lutz Mükke: Korrespondenten im Kalten Krieg. Zwischen Propaganda und Selbstbehauptung. Köln: Halem, 2014. S. 33

Zitiert: Meinungsfreiheit versus Widerspruchsfreiheit

Es sind die wahren Feinde der Gesellschaft, die Artikel 5 des Grundgesetzes, die Meinungsfreiheit, als Rechtfertigung missbrauchen, um Artikel 1, die Menschenwürde, zu verletzen. Leider muss man inzwischen ausdrücklich betonen, was der Popkritiker Jens Balzer einmal schrieb: „Schuld am Rassismus ist nicht…

Zitiert: Journalisten, die für Geheimdienste arbeiten

Erich Schmidt-Eenbooms Publikation „Undercover.Wie der BND die deutschen Medien steuert“ liegt unter anderem ein Geheimdienst-Dokument zugrunde, in dem 230 Namen von teils prominenten Journalisten verzeichnet sind, die in den Zeiten des Kalten Krieges mit dem BND kooperiert haben sollen.

Lutz Mükke: Korrespondenten im Kalten Krieg. Zwischen Propaganda und Selbstbehauptung. Köln: Halem, 2014. S. 39

Zitiert: Was würden Sie im Kino-/Film-/TV-Markt ändern?

Das Verhältnis von Kreativität zu Kapital: 50:50.

Kein Widerspruch dazu: Stärkung der Produzenten und ihrer Möglichkeit, eigenfinanzierte Filme herzustellen.

Förderung: Trennung von TV- und Kinoförderung, auch im institutionellen Bereich und in der Besetzung von Gremien.

Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und dort zuallererst im Dokumentarfilmbereich: WIRKLICH ANGEMESSENE HONORARE, keine Prekariatslöhne. Angesichts von mehr als acht Milliarden Euro Gebührenaufkommen fürs öffentlich-rechtliche Rundfunksystem ist diese Forderung mehr als recht und billig.

Dominik Wessely, BLICKPUNKT:FILM 47/2019, S. 76