Neueste Beiträge

Die Quote hat einen religiösen Charakter angenommen

“Sie dominiert die Programmentscheidungen – und nur sehr selten Kreativität oder Inhalt. Für die öffentlich-rechtlichen Sender hat sie inzwischen genau den gleichen Sinn wie für das kommerzielle Fernsehen. Dabei ist diese Form der Messung ja eigentlich für die Werbewirtschaft entwickelt worden. Aber…

Die Mündigkeit der Ostdeutschen

Vor vier Jahren stand deren Mündigkeit etwa in Sachsen noch nicht zur Debatte. So entsprachen die 42 Prozent der CDU dem Bundesdurchschnitt und selbst die 6,8 Prozent für die AfD waren kein Anlass zur besonderen Aufregung. Das hat sich geändert.

Frank Lübberding, faz.net, 2.10.2017 (online)

Warum Wählerwanderungsdarstellungen falsch sein können

„Die Berechnungen zu den Wählerwanderungen beruhen auf Selbstauskünften der Befragten und unterstellen neben wahrheitsgemäßen Angaben auch ein entsprechendes Erinnerungsvermögen. Eine im August 2017 veröffentlichte Wiederholungsbefragung von YouGov des Befragungspanels von 2013 ergab, dass fast 40% 2017 ihr Wahlverhalten von 2013 nicht mehr richtig erinnerten oder wiedergaben. Die im folgenden wiedergegebenen Zahlen unterstellen also neben der wahrheitsgemäßen Angabe auch eine Gleichverteilung der Erinnerungslücken über alle Parteien.”

 

Horst Kahrs in einer Wahlanalyse vom 25.09.2017 (pdf)

Ökonomischer Druck befördert Populismus in den Medien

Aber viele Medien unterliegen eben auch ökonomischen Zwängen. Und da gilt einfach: Die AfD bringt Clicks und Quote. Und man könnte auch sagen: Populism sells, letztendlich sind es knallharte ökonomische Argumente, die für Medienhäuser zählen. … Wir müssten eigentlich viel mehr darüber reden, wie wir Medien viel stärker von ihren ökonomischen Sachzwängen befreien können, damit sie eben eine unabhängige und freie Berichterstattung auch wirklich leisten können.

 

Johannes Hillje, Medias Res, Deutschlandfunk, 14.09.2017 (online)

Worauf der Streit zwischen FAZ und öffentlich-rechtlichem Rundfunk auch beruht

Während die Nomenklatura des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf das scheinbare Grundrecht einer opulenten Finanzierung beharrt, wuchert in den Redaktionen die Identitätskrise. Manchem langgedienten Mitarbeiter bei ARD und ZDF stößt es bitter auf, dass der eigene Arbeitgeber für geschätzte 200 Millionen Euro umfangreiche Rechte an den künftigen Olympischen Spielen gekauft hat – während im Informationsbereich der Euro zweimal umgedreht wird? Weiterlesen Worauf der Streit zwischen FAZ und öffentlich-rechtlichem Rundfunk auch beruht