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Zitiert: Einstellung der Print-Ausgabe: „taz“ verliert nur wenig Abos

Vor fünf Monaten stellte die „taz“ als erste überregionale Tageszeitung ihre werktägliche Print-Ausgabe ein und erscheint nur noch am Wochenende gedruckt. Trotzdem blieb der Großteil der Abonnentinnen und Abonnenten an Bord. […]

Wie die „taz“ am Montag berichtet, war man intern davon ausgegangen, dass 70 Prozent der täglichen Print-Abonnentinnen und -Abonnenten an Bord bleiben würde, tatsächlich waren es aber 89,3 Prozent, die den Wechsel zur rein digitalen Werktagsausgabe mitgemacht haben. Rund 70 Prozent nutzen demnach ein Kombi-Abo aus digitaler Tagesausgabe und gedruckter „wochentaz“.

Uwe Mantel, dwdl.de, 16.03.2026 (online)

Zitiert: Erregung öffentlichen Ärgernisses

Funk verliert mit „Brave Mädchen“ und „Der dunkle Parabelritter“ zwei Youtube-Formate. Tut die öffentlich-rechtliche Plattform gut daran, Influencern ihren journalistischen Auftrag zu überlassen? […] Was „Brave Mädchen“ anbelangt, steht Funk auf den ersten – und wohl auch den zweiten – Blick nicht…

Zitiert: Warum es falsch ist, tagesschau24 abzuschalten

Drei ARD-Sender also werden gestrichen – und null ZDF-Sender. […] Noch vor wenigen Jahren hatte die ARD große Pläne für tagesschau24. Der Sender sollte zum „deutschen CNN” ausgebaut werden, zur „ersten Adresse für Breaking-News-Lagen“. […] Immer wieder muss sich die ARD anhören,…

Zitiert: Fatale Folgen permanenter Reformen der Sender

Gleichzeitig müssen öffentlich-rechtliche Medien auf tiefgreifende strukturelle Veränderungen reagieren. Sie werden aufgefordert, zu innovieren, zu digitalisieren, neue Zielgruppen anzusprechen und in einer zunehmend plattformgesteuerten Umgebung zu konkurrieren. Diese Erwartungen sind legitim. Was seltener anerkannt wird, ist das Paradox, das sie schaffen, wenn…

Zitiert: Wut als Geschäftsmodell boykottieren

Solange Wut das lukrativste Geschäftsmodell des Netzes bleibt, ist jeder nicht geklickte Köder ein kleiner Sabotageakt.

Die Herausforderung unserer Gegenwart besteht also nicht darin, immer schneller zu reagieren, schärfer zu urteilen oder lauter zu widersprechen – sondern darin, sich dem permanenten Erregungsangebot zu entziehen. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Protest.

Michael Moorstedt, sueddeutsche.de, 05.03.2026 (online)