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Zitiert: Terrorist oder Journalist

Um zu entscheiden, ob jemand Journalist ist, schauen wir uns seine Arbeit an: Berichtet er auf der Grundlage von Fakten oder nicht? In vielen Teilen der Welt gibt es Mitarbeiter von Medien, die von einigen als Propagandaorgane angesehen werden, die wir in unsere Liste der getöteten und verletzten Journalisten aufnehmen. Es gibt die Redensart: der Terrorist des einen ist der Freiheitskämpfer des anderen. Für uns ist es sehr wichtig, kein Urteil darüber zu fällen, welche Medien gut oder schlecht sind. Denn viele autoritäre Regime, etwa Russland, betrachten unabhängige Medien generell als Propagandaorgane.

Jodie Ginsberg, taz.de, 24.10.2024 (online)

Zitiert: Agenturen wollen über „Wert“ von Medien bestimmen

Medienhäuser und -verbände beurteilen die „Ratings“ der Agenturen sehr kritisch. Die Einteilung journalistischer Inhalte und redaktioneller Arbeit in „hochwertig“ und „minderwertig“ sei „in hohem Maße zynisch und unangemessen“, schreibt der Medienverband der freien Presse (MVFP). Ohnehin fließe mehr als die Hälfte der globalen Werbeinvestitionen an Google, Amazon, Meta, Tiktok und Alibaba, die freilich keinerlei inhaltliche Verantwortung für die von ihnen publizierten Inhalte übernehmen.

Ole Kaiser, faz.net, 24.10.2024 (online)

Zitiert: Ein Aspekt fehlt dem neuen Medienstaatsvertrag auf jeden Fall

Gar nichts gibt es auf jeden Fall zu einem Thema, dessen Fehlen die Medienwissenschaftler Martin Andree und Karl-Nikolaus Peifer in der F.A.S. bemängelt haben: Um die Digitalmonopolisten, deren Macht und Wirken die Demokratie gefährdet (vor allem das von Elon Musk) und die Medienvielfalt einschränkt, kümmert sich der Medienstaatsvertrag nicht, null, nada, niente. Was zeigt, wie provinziell die deutsche Medienpolitik dann doch ist.

Michael Hanfeld, faz.net, 24.10.2024 (online)

Zitiert: Es fehlt das strategische Ziel

Droht ARD, ZDF und dem audiovisuellen Medienmarkt in Deutschland ein ähnliches Schicksal, wie der einst stolzen Automobilindustrie? Vom Erfolg der Transformation wird es abhängen, ob ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat1 relevant bleiben. Kommerzielle und öffentlich-rechtliche Medienanbieter befinden sich inmitten eines anspruchsvollen Transformationsprozesses…

Zitiert: ARD und ZDF haben mit dem Kulturprogramm wenig am Hut

Und trotzdem lässt sich 3sat dem deutsch-französischen Kulturkanal Arte nicht einfach zuschlagen, weil – Arte ein kompliziertes Konstrukt ist, auf das sich Deutschland und Frankreich vor mehr als 30 Jahren mit einem völkerrechtlichen Vertrag geeinigt haben. Zu Zeiten des NDR-Intendanten und zeitweiligen Arte-Präsidenten Jobst Plog (um die Jahrtausendwende) wäre das sofort aufgefallen. Dass von den Sendern zu dem Thema wenig kommt, zeigt, wie wenig sie mit Kulturprogramm an sich am Hut haben.

Michael Hanfeld, faz.net, 24.10.2024 (online)