Zitiert: Es stellt sich immer die Frage, wer die Öffentlichkeit kontrolliert

Stellen Sie sich zum Beispiel ein diktatorisch organisiertes System vor, in dem ein staatlich kontrollierter Anbieter den Menschen Informationen gibt und die Menge verdreifacht. Das stellt keineswegs eine Verbesserung für die politische Öffentlichkeit dar. Und deswegen ist es fatal, wenn wir einen Diskurs führen, in dem wir nur darüber sprechen, wer was sagen darf im Netz, obwohl wir längst eine Situation haben, in der zwei Tech-Konzerne die demokratierelevanten Mediengattungen monopolisieren.

Martin Andree, Das Parlament, 19.08.2026 (online)

Zitiert: Darf Journalismus Haltung zeigen?

Saubereres Handwerk statt Haltung fordert DLF-Redakteur Martin Krebbers. Gute Interviews, auch mit der AfD, brächten Erkenntnis. DLF-Redakteurin Sina Fröhndrich widerspricht: Haltung sei keine Gesinnung, sondern Verantwortung für die Demokratie.

Christine Florin, Deutschlandfunk Streitkultur, 08.02.2025 (online)

Zitiert: Forderung nach „zivilisierter Debatte“ ist Diskurskitsch

Natürlich möchte niemand beleidigt werden. Aber die ständige Klage über unsere angeblich verrohte Debattenkultur verharmlost die echten gesellschaftlichen Konflikte hinter den harten Auseinandersetzungen. […] Natürlich möchte niemand beleidigt werden. Aber die ständige Klage über unsere angeblich verrohte Debattenkultur verharmlost die echten gesellschaftlichen…

Zitiert: Scheinbare Alternativlosigkeit und massiven Verengung des Debattenraumes

Die scheinbare Alternativlosigkeit der deutschen Politik beruht auf einer massiven Verengung des Debattenraumes. Erweitern wir den Horizont, so werden eine Friedenspolitik, die diesen Namen verdient, ebenso möglich wie eine Renaissance der öffentlichen Daseinsvorsorge, eine gerechtere Verteilung von Einkommen, Vermögen und Eigentum sowie ein ernsthafter ökologischer Umbau, der mehr Lebensqualität für die Mehrheit der Menschen bringt. Die meisten der derzeit aufgestellten politischen Parteien versuchen jedoch, eine solche Ausweitung der Debatte zu verhindern, damit die Bürger die Beschränktheit ihrer Angebote nicht erkennen.

Fabian Scheidler, berliner-zeitung.de, 03.12.2024 (online, Paid)

Zitiert: Man debattiert für den TikTok-Algorithmus

Wenn Politikerinnen und Politiker jetzt auch mehr aktiv sein wollen, müssen sie lernen, authentischer und kreativer zu kommunizieren, als es viele können. Gerade im Hinblick auf Meme-Kommunikation ist es oft ein schmaler Grad zwischen Cringe und Authentizität – und eine große Herausforderung,…