Zitiert: Keine Reduzierung der Drehtage

Bettina Ricklefs, Leiterin des Programmbereichs Spiel-Film-Serie beim Bayerischen Rundfunk, beteuert, trotz des allgemeinen Spardrucks sei man beim BR darauf bedacht, bei „Tatort“, „Polizeiruf 110“ oder den Mittwochsfilmen für das Erste die Qualität der Produktionen zu gewährleisten und gerade nicht bei den Drehtagen…

Zitiert – Tatort: In 22 Jahren sieben Drehtage weniger

Sabine Postel: Wir hatten in den guten Zeiten 28 Drehtage. Alle anderen sind auf 24 runtergedampft, und wir sind bei 21. Radio Bremen ist ja ein kleiner Sender. Deswegen lobe ich uns ja immer. Weil wir mit dem kleinsten Budget so gute Sachen machen. …

Die Arbeitsbedingungen haben sich verschlechtert, die Qualität hat sich nicht verschlechtert. Das geht natürlich nur, wenn alle im Team mehr leisten. Anstatt dass man das aber mal honoriert, nach dem Motto, das ist ein Premiumprodukt, da schießen wir jetzt mal ein bisschen was rein, sagt man: Na also, geht doch auch so.

Sabine Postel, Süddeutsche Zeitung, 20.04.2019 (online)

Dokumentiert: ARD reduziert Drehtage für „Mord in Aussicht“ – Schauspieler steigt aus

 

„Zu Weihnachten hat Mädel Post gekriegt vom ARD-Programmdirektor. Viel Lob stand da drin. Fast gleichzeitig hat er erfahren, dass bei Mord mit Aussicht nur noch achteinhalb Drehtage statt neun pro Folge im Plan stehen. Als Feldhusen dort anfangs Regie führte, seien es noch zehn Tage gewesen, sagt Mädel.“ Zudem berichtet Bjarne Mädel, „dass sich an der Serie nach Ansicht der Macher nur ja nichts verändern dürfe.“ Und er begründet seinen Ausstieg aus der Serie: „Die eigentliche Arbeit eines Schauspielers ist es, kreativ zu sein, aber da kommt man kaum noch zu. Man liefert dann nur noch ab. Deshalb will ich das auch nicht mehr.“

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