Zitiert: Meta sperrt Werbung für Virginia-Woolf-Theaterstück wegen Feminismus

Meta zensiert Theater: Feminismus ja, aber doch bitte nicht so nennen! Virginia Woolf wollte das Wort „Feministin“ bannen, um den Blick auf die Sache freizumachen. Knapp ein Jahrhundert später streicht ein Theater das Wort, damit Werbung auf Instagram stehen darf. Der Tipp kam…

Zitiert: Alexa wird also nachträglich mit einem populären Feminismus „aufgerüstet“

Nehmen wir mal Alexa, das Sprachassistenzsystem von Amazon. Viele haben daran eine „Vergeschlechtlichung“ von Maschinen kritisiert. Aber das ist nur die Oberfläche. Die Technologie wurde inzwischen so programmiert, dass sie mit sexueller Belästigung umgehen kann, man kann ihre Stimme verändern, man kann…

Zitiert: Feministische Politik sei mehr als Inklusion

Aber so entsteht die Vorstellung, dass das bereits feministische Politik sei, nur weil Inklusion stattfindet. Und ich sage auch nicht, dass nur Männer patriarchal sind. Ich sage: Menschen sind patriarchal. Und solange man sich nicht mit dieser extraktiven Logik der Nutzbarmachung auseinandersetzt, trifft man den Kern des Problems nicht. Man spielt weiterhin nach den bestehenden Regeln. Das heißt natürlich nicht, dass wir nicht gegen sexuelle Belästigung in Tech-Unternehmen vorgehen oder für mehr Inklusion sorgen sollten. Aber das allein wird das Problem des Big-Tech-Patriarchats nicht lösen.

Sarah Sharma, sueddeutsche.de, 06.05.2026 (online)

Zitiert: Einordnung feministischer Außenpolitik

Es gibt inzwischen eine Art vorauseilenden Gehorsam gegenüber den Taliban. Eine Frau sagte bei einem Treffen mit der EU: „Wir verstehen die Ideologie der Taliban und wissen, warum sie uns zum Schweigen bringen. Aber wir verstehen nicht, warum die internationale Gemeinschaft dasselbe tut.“ Die Unfähigkeit oder Unwilligkeit der internationalen Gemeinschaft, den Frauen in Afghanistan Gehör zu schenken, ist schockierend und peinlich. Auch Länder mit einer sogenannten feministischen Außenpolitik, darunter Deutschland, verhalten sich nicht feministisch.

Payvand Seyedali, sueddeutsche.de, 03.01.2025 (online)

Zitiert: Es gibt kein feministisches Filmemachen beim Fernsehen

So etwas wie feministisches Filmemachen kenne ich beim Fernsehen nicht. Das lineare und das öffentlich-rechtliche Fernsehen sind keine feministischen Medien. Ich kann mir als Regisseurin nicht aussuchen, mit wem ich produziere, mit wem ich drehe, wer die Hauptrollen spielt. All das ist…