Zitiert: Erste afrikanische Content-Moderatoren-Gewerkschaft

Wer für wen den Schmutz wegmacht, das ist weltweit eine Frage sozialer Ungleichheit. Das gilt nicht nur für den Mikrokosmos des Privathaushalts. Das gilt ebenso für öffentliche Orte wie Krankenhäuser. Und es gilt auch global: Weltweit sortieren Menschen Abfälle westlicher Industrieländer. Materiell…

Zitiert: Armutsbetroffene sind überdurchschnittlich offline

Unter den rund 14,1 Millionen Menschen, die von Armut betroffen sind, haben 2,8 Millionen Menschen – also rund ein Fünftel von ihnen – keinen eigenen Internetanschluss. Als arm gelten Menschen, die über weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens verfügen. Knapp ein…

Zitiert: Bequemlichkeit setzt sich durch

Das World Wide Web und die Welt der Apps wird es weiterhin geben, so wie es auch immer noch Mittelwellensender, Festnetztelefone und Myspace-Seiten gibt. Sie werden nur keine zentrale Rolle mehr spielen. Oder besser gesagt sollen sie das nach der Vorstellung der neuen Pioniere solcher künstlichen Intelligenzen nicht. Sie können dabei auf die Trägheit der Nutzermassen zählen. Das Internet war immer schon eine gewaltige Bequemlichkeitsmaschine. Alles, was das Leben im digitalen Raum leichter macht, was nichts oder nur wenig kostet, Zeit und Personal einspart, wird sich durchsetzen.

Andrian Kreye, sueddeutsche.de, 24.3.2023 (online)

Zitiert: Demokratie braucht öffentlich-rechtliche Kommunikationsinfrastruktur mit transparenten Algorithmen

Es bleibt nach meiner Überzeugung eine Überlebensfrage für die Demokratie, ob wir eine öffentlich-rechtliche Kommunikationsinfrastruktur im Internet mit transparenten Algorithmen schaffen oder Unternehmen in bestimmten Fällen zur Offenlegung des Algorithmus und zu seiner Veränderung zwingen. Der Staat reguliert bereits die Zulassung von Lebensmitteln und Medikamenten. Das Internet aber kann Gift für unser Hirn sein. Wir dürfen es nicht der Macht der Konzerne und des Profits überlassen.

Fabio de Masi, berliner-zeitung.de, 10.3.2023 (online)

Zitiert: Zusammenhang von Ladehäufigkeit und Vertrauenswürdigkeit

Die Firma LenddoEFL aus Singapur gilt als Pionier der psychometrischen Überwachung. Um für Banken die Kreditwürdigkeit potenzieller Kunden vor allem in Schwellenländern zu errechnen, kombinieren sie sämtliche Infos, die sie im Netz und über vernetzte Geräte finden. Dazu gehört zum Beispiel auch die Lade-Frequenz beim Handy. Wer sein Mobiltelefon selten lädt, gilt als nicht vertrauenswürdig.

Andrian Kreye, sueddeutsche.de, 22.12.2022 (online)