Zitiert: Wann ein Interview erfolgreich ist

Die Währung ist erst mal, dass wir ein journalistisch gutes Interview geführt haben. Dass wir das Gefühl haben: Wir haben etwas erfahren, wir haben eine Seite der Person gesehen, die wir vorher nicht kannten, wir haben in der politischen Debatte neue Aspekte sichtbar gemacht. Das ist das Wichtigste. Danach kommt natürlich der Erfolg beim Publikum: Abrufzahlen, Einschaltquote, Zitierung in anderen Medien, Beteiligung in den sozialen Medien. Dort erreichen wir mit den Frageaufrufen inzwischen zehntausende Menschen. Das ist eine Riesenarbeit im Vorfeld, aber auch sehr inspirierend für die Fragen, die wir den Politikern stellen.

Markus Preiß, digitalfernsehen.de, 04.07.2026 (online)

Zitiert: Meinungsbildung auf Basis eines Algorithmus‘

Das ist, leider, mediale Gegenwart: dass erfolgreiche, geschäftstüchtige und durchaus kluge Menschen sich ihre Meinung nicht mehr anhand unterschiedlicher Quellen bilden, denen sie vertrauen und die vielleicht sogar für unterschiedliche politische Richtungen stehen. Sondern sie begnügen sich damit, was ein einzelner Algorithmus ihnen einspielt. (Und dass die dpa nicht mal nachfragt, welcher Algorithmus denn, und sich nicht also vergewissert, dass Berndt, der durch Googles Youtube reich wird, sich seine Infos vermutlich vom selben Mega-Datenkraken einspielen lässt, rundet das triste Bild ab).

Christian Bartels, MDR Altpapier, 07.07.2026 (online)

Zitiert: Was wäre, wenn niemand mehr für Onlinejournalismus bezahlen müsste?

Ohne Paywalls wäre die Medienbranche ein besserer Ort. Ein Gedankenexperiment über Journalismus als Gemeingut […] „Trittbrettfahrer“ werden nicht als Risiko bemängelt, sondern als Realität und logischer Teil des Systems anerkannt. Das Problem der Paywalls liegt dabei weniger in der technischen Umsetzung als…