Zitiert: Die Trainingsdaten der KI

Trainingsdaten fallen nicht vom Himmel. Sie sind das Ergebnis der Gesellschaften und politischen Systeme, aus denen sie stammen. […] Politische Institutionen beeinflussen, welche Trainingsdaten entstehen. Und das wiederum prägt, wie die Modelle lernen.

Joshua Tucker, MDR Altpapier, 18.06.2026 (online)

Zitiert: Doch was sind hundert „Artikel“ pro Tag wert, wenn sie von der KI ausgespuckt werden?

Von einer Maschine, die ihr vermeintliches Wissen der Leistung von Menschen verdankt, die dafür nicht entlohnt werden, und es im Zweifel nicht so genau nimmt, bei Quellen oder wörtlichen Zitaten zum Beispiel? Warum soll dafür jemand Geld bezahlen und eine Zeitung kaufen?…

Zitiert: Journalismus muss sich in Klausur begeben

Was wiegt schwerer: ein eigener Gedanke, dafür komplett vom Bot formuliert, oder eine KI-Analyse, dafür in eigene Worte gefasst? Der Editor-at-Large des Tagesspiegels, Stephan-Andreas Casdorff, hat sich offenbar gleich für beides entschieden und ganze Texte verfassen lassen, was Urteil und Konsequenz recht einfach macht.

Doch gerade weil es nicht nur die eine, sondern mindestens Fifty Shades of KI gibt, muss sich der Journalismus nun dringend in Klausur begeben. Ein Update steht an: Wie schaffen wir es, original und glaubwürdig zu bleiben und uns nicht schleichend selbst abzuschaffen?

Martin Niewendick, taz.de, 16.06.2026 (online)

Zitiert: KI ist als Dialogmaschine leistungsfähiger als Hitlers Radio

KI ist als Dialogmaschine leistungsfähiger für Gleichschaltung und Mob-Bildungen als Hitlers Radio und das Fernsehen des Imperialismus der Nachkriegszeit, weil KI in die Hetze Informationen über diejenigen einarbeiten kann, die von der Propaganda indoktriniert werden sollen.

Die liefern diese Informationen sogar „freiwillig“: beim Arbeiten mit KI, beim Kaufen und Verkaufen, bei der Pflege von Hobbys und ähnlichem – also: Selbsthypnose statt Hypnose.

Dietmar Dath, Telepolis, 14.06.2026 (online)