Zitiert: Aktives oder passives Lesen

Wenn man früher täglich ein paar Zeitungen las und selbst entschied, was einen interessierte und was nicht, dann war das eine aktive Form des Lesens. Das ist etwas völlig anderes, als Nachrichten zu bekommen, von denen Tiktok glaubt, dass sie unsere Aufmerksamkeit 30 Sekunden lang halten können. Damit lagert man die Arbeit, zu unterscheiden, welche der verfügbaren Informationen für einen als Bürger wichtig sind, an ein System aus. Man entledigt sich dadurch eines bestimmten Teils seiner bürgerlichen Pflichten.

Jill Lepore, sueddeutsche.de, 04.10.2026 (online)

Zitiert: Unser Gehirn braucht schwierige Texte

KI kann Lesen erleichtern. Doch die Forschung des Psycholinguisten Falk Huettig zeigt: Denken entsteht gerade dort, wo Texte anstrengend werden. […] Lesen ist weit mehr als Informationsaufnahme. Es trainiert Arbeitsgedächtnis, Aufmerksamkeit und Denkvermögen. […] Entscheidend ist für den Erforscher der kognitiven Dimensionen des…

Zitiert: Lesen wird zum Unterscheidungsmerkmal

Immer weniger Kinder lesen sicher, gleichzeitig wird das Buch für viele junge Erwachsene zum Symbol von Bildung und Identität. Entsteht eine neue Leseklasse?

Der deutsche Buchmarkt verlor 2025 rund fünf Prozent Käufer. Dramatisch fiel der Einbruch bei den 10- bis 15-Jährigen aus, meldete der Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergangene Woche: In dieser Altersgruppe sank die Zahl der Käufer um 30,6 Prozent. Bei den 20- bis 29-Jährigen verzeichnete man Rückgänge beim Buchkauf von 17,8 Prozent.

Einzig bei den 16- bis 19-Jährigen wird die Lage mit einem Plus von 7,7 Prozent als „noch stabil“ bezeichnet.

Andrej Simon, Telepolis, 13.07.2026 (online)

Zitiert: Junge Menschen lesen weniger, denn warum sollten sie auch?

Für viele Zwecke braucht es das gar nicht mehr. Sogar wenn man schreiben möchte, kann man Nachrichten diktieren. Aber wenn man etwas sagen will, schickt man eine Audio oder ein Video. Wenn man was wissen will oder sich berieseln lassen will, fragt…