Zitiert: „Lügenpresse“

„Lügenpresse“ wurde 2014 das Unwort des Jahres. Genau hundert Jahre zuvor war es in völkischen Kreisen kreiert worden. Joseph Goebbels verhalf ihm durch den häufigen Gebrauch zu einer Popularität, die bis in die heutige Zeit reicht. Die Phrase blieb im Wesentlichen in der braunen Blase, aus der sie kam, und wurde in Corona-Tagen zum Marschgesang. Vermutlich kannten die meisten, die das Wort benutzten, nicht einmal dessen Ursprung. Denn zur Freiheit, wie sie sie verstanden und verstehen, gehört auch die Abwesenheit von Geschichtskenntnissen.

Frank Schumann, berliner-zeitung.de, 16.12.2024 (online)

Zitiert: Der öffentliche Diskurs folgt mitunter dem Prinzip Planespotting

Planespotter sind Leute, die Flugzeuge beim Starten und Landen beobachten. Manche machen es sich zum Sport, währenddessen darüber zu dozieren, was der Pilot wohl gerade anstellt – selbst wenn sie das Innere eines Cockpits nur vom Vorbeigehen kennen. Auf ähnliche Weise wird…

Zitiert: Klimathemen in Sozialen Medien

Ampel zu mehr Klimaschutz verurteilt“ oder „Esst mehr Insekten“ – mit solchen Schlagzeilen auf Instagram und Co. versuchen Medienhäuser junge Menschen zu erreichen. Denn besonders die Generation Z, die mit Social Media aufgewachsen ist, interessiert sich für Klima- und Umweltthemen. Doch inwieweit…

Zitiert: Medien mit immer weniger Journalismus

Es gibt immer mehr Medien, aber immer weniger Mittel für den Journalismus. Onlinemärkte, Google, Facebook und andere digitale Plattformen vereinnahmen die Werbung, die einst den Journalismus finanzierte. Zahlreiche Presseverlage wollen ihren Niedergang aufhalten, indem sie das Angebot graduell boulevardisieren, viele Soft-Themen und laute Meinungen bringen. Um Digitalabonnements und Klicks zu erzielen, tun sie fast alles. Und solche ‚Boulevardigitalisierung‘ nützt den Populisten, die sich derselben Stilmittel bedienen, Aufregung und Zuspitzung.

Roger de Weck, derstandard.at, 03.12.2024 (online)

Zitiert: Mit der Pressefreiheit wird auch die Wissenschaftsfreiheit zur Verhandlungsmasse

Ein letzter Wermutstropfen, der dann doch das große Ganze der gesellschaftlichen und politischen Transformation in den Blick nehmen muss: Wer sagt denn, dass es weiterhin ein Grundrecht auf Forschungs- und Wissenschaftsfreiheit geben wird, wenn der Journalismus als präsumtive „4. Gewalt“ geschwächt, kleingemacht…