Zitiert: „redaktionelle Gesellschaft“ braucht ein eigenes Schulfach

Ich selbst werbe seit vielen Jahren in Ministerien und auf Bildungskongressen ziemlich erfolglos für die Idee einer redaktionellen Gesellschaft, die im Kern besagt: Die Maximen des guten Journalismus müssen zu einem Element der Allgemeinbildung werden. Diese lauten beispielsweise: „Prüfe erst, publiziere später!…

Dokumentiert: Vermittlung von Medienkompetenz und erfolgreiche Arbeit an gesellschaftlichen Problemen sollten am besten Hand in Hand gehen

Wer bei der SRG-Konferenz die angelsächsischen Beispiele genossen hat, in denen etwa schwierige Jugendliche die Chance bekommen haben, ihre Themen auf ihre Weise aufzuarbeiten und zu präsentieren (BBC Scotland), konnte wahrnehmen, dass die Vermittlung von Medienkompetenz und die erfolgreiche Arbeit an gesellschaftlichen Problemen am besten Hand in Hand gehen. Ein erfolgreicher Service public ist keine Schule der Nation. Er bewährt sich in der Praxis. Er wird, wie Karen Donders sagte, Teil des gesellschaftlichen Lebens seiner Nutzer.

Robert Ruoff: Bewährung in der Praxis. Die erste Public-Media-Konferenz der SRG. epdmedien 11/2019, S. 5

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Zitiert: Medienbildung muss Arbeits- und Wirkungsweise der Medien vermitteln

„Allerdings war Medienbildung in der Frühzeit der elektronischen Medien kein eigenständiges Aufgabenfeld. Mit dem Hinzukommen neuer medialer Angebote im Netz hat sich der Bedarf an Aufklärung über die Aufgaben und Funktionsweise der Medien deutlich verändert. Im Bereich der Telemedien haben die öffentlich-rechtlichen Anstalten mittlerweile einen gesetzlichen Auftrag, inhaltliche und technische Medienkompetenz zu vermitteln. Aktuell gibt es auch verstärkt Skepsis gegenüber den Medien. Hinzu kommen Fragen nach dem Auftrag der öffentlich-rechtlichen Medien und ein zunehmender Legitimationsdruck für die Macher. Medienbildung muss sich heute verändern. Wir brauchen nicht nur Transparenz bei der Verwendung der öffentlichen Gelder, wir brauchen auch Transparenz für unser journalistisches Handeln. … Weiterlesen Zitiert: Medienbildung muss Arbeits- und Wirkungsweise der Medien vermitteln

Es gibt zu weiße Flecken auf der medienpädagogischen Landkarte

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat Bund und Länder zur Gründung einer „Stiftung Medienkompetenz“ aufgefordert, berichtete epd. Dadurch solle der Jugendmedienschutz verbessert werden. „Bund und Länder stehlen sich derzeit bei der Förderung von Medienkompetenz aus der Verantwortung“, sagte Kinderhilfswerk-Präsident Thomas Krüger der „Leipziger Volkszeitung (30.12.2014). Es gebe regional große Unterschiede. „In manchen Regionen herrscht heute immer noch medienpädagogisches Ödland.“ Zudem würden beim Thema Jugendmedienschutz „die Perspektiven der Nutzer, also von Kindern und Jugendlichen beziehungsweise ihren Eltern, an zu vielen Stellen systematisch vernachlässigt“. Weiterlesen Es gibt zu weiße Flecken auf der medienpädagogischen Landkarte