Zitiert: Ich mag das Wort „Aktivistin“ nicht

Das Wort leitet sich vom lateinischen Wortstamm „actus“ ab – „Handlung“ oder „Treibkraft“. Ein Aktivist ist also eine Person, die sich durch direkte und konsequente Aktionen für Veränderungen einsetzt, und daran ist überhaupt nichts auszusetzen. Aber eine eigene Organisation zu gründen und…

Zitiert: Republikanische Clubs in Zeiten des Stillstands

In den sechziger Jahren, als sich nichts bewegte und CDU und SPD den Status quo zementiert hatten, gründeten sich, als der Überdruss zu groß wurde, an einigen Orten der Bundesrepublik spontan Republikanische Clubs. Das blieb nicht ganz ohne Folgen. Wenn Menschen ins analoge Reden und kollektive Denken kommen, kann das überraschende Konsequenzen haben. So oder so. Wenn es links still bleibt, muss man sich nicht wundern, wenn demnächst in den Rundfunkräten und der Rundfunkkommission der Länder die blaue Partei Rederecht und mehr bekommt.

Mathias Greffrath, taz.de, 27.05.2026 (online)

Zitiert: Nebensächliche politische Berichterstattung

Oliver Weber: Es gehört zu den Seltsamkeiten der politischen Öffentlichkeit, dass die Zahl der Berichte über Streit und Versöhnung von Koalitionspartnern, über interne Gespräche und Arbeitstreffen, über Postenbesetzungen und Positionsgerangel, die Zahl jener Berichte bei weitem übersteigt, die das thematisieren, was eigentlich…

Zitiert: Was ist das Problem des ORF?

Normalerweise vertritt ein Aufsichtsrat die Eigentümer. Das wären beim ORF alle Österreicher·innen. Aber der Stiftungsrat vertritt nicht sie, sondern die politischen Parteien. Was bedeutet das für Führungskräfte, die von diesem Aufsichtsorgan (wieder)bestellt werden wollen? Dass sie nicht die üblichen Stakeholder überzeugen müssen…

Zitiert: Politik für Spardruck innerhalb der ARD verantwortlich

Selten aber ist deutlicher geworden, dass die politisch gewollten Sparrunden innerhalb der öffentlich-rechtlichen massive Auswirkungen auf das Programm haben – es droht weniger Vielfalt, möglicherweise auch weniger Aktualität. Sehr konservativen Kreisen, die mit ihren Narrativen durchdringen wollen, kann eine Schwächung journalistischer Berichterstattung nur recht sein. Grundsätzlich sind starke Programmbudgets nicht nur, aber auch für die Film- und Fernsehwirtschaft unerlässlich.

Manuel Weis, digitalfernsehen.de, 07.05.2026 (online)