Zitiert: Im Theater bekommt man nicht das, was man begehrt

Wegen der Schnittchen, dick mit Butter bestrichene und frischem Schnittlauch bestreute Brotscheiben, geht man ins Theater, wie am Anfang erzählt wird. Nur, so geht die Story weiter, gibt es gar keine Schnittchen, sondern nur Theater. Ein Gleichnis dafür, dass man im Theater…

Zitiert: Wie man Kapitalismus thematisiert

Im konventionellen Theater würde man ein Stück über die Gier schreiben und inszenieren. Aber man könnte Kapitalismuskritik viel konkreter üben, von Schauspieler zu Schauspieler: Warum machst du immer noch was dazu? Warum bist du dauernd mit der Mehrwertproduktion beschäftigt? Warum wollt ihr…

Zitiert: Brechts „Der Messingkauf“

Das ist ein Motiv aus den Dialogen. Die entspinnen sich in einer Situation mit einem Schauspieler, einer Schauspielerin, einem Dramaturgen und einem Philosophen, die sich im Theater nach einer Vorstellung auf der Bühne treffen. Der Zuschauerraum ist leer, und während ein Arbeiter die Kulissen abbaut, reden sie darüber, wie das neue Theater aussehen könnte. Irgendwann wird der Philosoph gefragt, was ihn überhaupt am Theater interessiere. Und darauf antwortet der Philosoph, dass er sich vorkomme wie ein Messinghändler, der ein Orchester besucht und den weder die Musik noch die Instrumente interessieren, sondern der wertvolle Rohstoff.

Martin Wuttke, berliner-zeitung.de, 08.12.2024 (online)

Zitiert: Wenn sich das Kino dem Theater unterordnet

Selten ist das Kino bereit, sich Theaterformen unterzuordnen, dabei kann dadurch sogar eine neue Kunstform entstehen, wie Kahls Film beweist. Denn auch das Wesen des Theaters, das Tatsächliche kann ablenken. Auch die konsequenteste, antinaturalistische Theaterinszenierung kreiert ihren Überschuss an Spontaneität, Lebendigkeit, ja…