Zitiert: Viele True-Crime-Formate missachten Opferrechte

Ich schaue mir immer wieder True-Crime-Formate an – aber vorrangig, weil ich mich sowohl wissenschaftlich als auch in öffentlichen Äußerungen gegen einige dieser kommerziellen True-Crime-Formate ausspreche. Meines Erachtens werden hier nämlich die Opferrechte schlicht missachtet. Das persönliche Schicksal von Menschen wird genutzt,…

Zitiert: True-Crime-Formate sind selten gute Kriminalberichterstattung

Gute True-Crime-Formate gab es schon immer, sie hießen nur anders. Oder um es mit den Worten von unserem geschätzten Kollegen und Podcast-Fachmann Sandro Schroeder zu sagen: „Das nennt sich halt Journalismus.“ Gute Kriminalberichterstattung ist eine, die aufdeckt, Ermittlungsdruck erhöht, Kritik an Justiz und Polizei äußert.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Doku-Serie „Warum verbrannte Oury Jalloh?“, die in diesem Jahr auch für den Grimme-Preis nominiert war.

Lisa Kräher, Übermedien-Newsletter, 08.03.2025 (online)

Zitiert: True-Crime-Beiträge oft nur eine Verkaufsmasche

Die Inflation von True-Crime-Formaten ist ökonomisch begründet, nicht journalistisch. Beiträge über Mord und Totschlag wecken Aufmerksamkeit, versprechen Profit, erzielen Reichweite. Über Kriminalfälle zu berichten ist eine sinnvolle Aufgabe, solange dies in einem angemessenen Rahmen geschieht. Eine Gesellschaft, in der Kriminalität verschwiegen wird,…