Zitiert: Late-Night hat sich überlebt

Inzwischen ist es … so, dass sich der Late-Night-Show-Dreiklang überlebt hat, weil die einzelnen Elemente jeweils eine neue Heimat gefunden haben: Den bissigen Monolog zum Weltgeschehen gibt es bereits tagsüber, bissiger und vor allem vielfältiger in Podcasts (sowie plumper und böser auf Twitter), die Skits und Stunts sind bei Tiktok zu sehen, und wenn Promis Werbung machen wollen, dann tun sie das auf ihren Social-Media-Kanälen und nicht in weichgespülten und vorher abgesprochenen TV-Interviews.

Jürgen Schmieder, sueddeutsche.de, 22.06.2021 (online)

Zitiert: In der Schweiz müssen auch Regionalsender Vorgaben erfüllen

Wenn ein Privatradio eine Konzession erhalten will, muss es sich verpflichten, täglich während der Hauptsendezeit mindestens eine halbe Stunde Regionalinformationen zu senden. Bei den Regionalfernsehen sind pro Woche 150 Minuten Regionalinformationen während der Hauptsendezeit Voraussetzung für eine Konzession. Als relevante Regionalinformationsleistungen gelten…

Zitiert: achtminütige Beiträge haben es im Netz eher schwer

Die größte Herausforderung von „Panorama“ und allen anderen Magazinen ist die Tatsache, dass sich die Sehgewohnheiten verändern und ja zunehmend „on demand“ geschaut wird. Zum Beispiel in der ARD Mediathek. Da wird aber tendenziell eher Längeres gesehen. Da haben es achtminütige Beiträge eher schwer, genau das ist aber unser Geschäft. Solche Beiträge werden auch in Zukunft ihre Berechtigung haben, aber wo landen die? Wie tragen wir sie an das Publikum? Wie erreichen wir neues Publikum?

Anja Reschke, dwdl.de, 08.06.2021 (online)

Zitiert: DRITTE können Mainstream bleiben, da es digital Ausweichmöglichkeiten gibt

Das NDR Fernsehen ist sehr erfolgreich. Wenn es nach meinem persönlichen Geschmack ginge, könnte es ruhig kantiger, auch moderner sein. Und bis vor einer gewissen Zeit hätte ich Ihnen recht gegeben und gesagt, wir müssen das ändern. Wir müssen das politischer machen, etwas beunruhigender. Aber erfreulicherweise haben wir jetzt Ausweichmöglichkeiten. Wir sind nicht mehr eingekastelt in das lineare Fernsehen. Ich habe jetzt verschiedene Publika auf verschiedenen Ausspielwegen. Und kann denen Unterschiedliches anbieten. Das ist ein Befreiungsschlag.

Anja Reschke, epd medien, 04.06.2021 (online)

Zitiert: Streamingplattformen sind für Arthouse-Filme keine Alternative zum Kino

So sind mit den Fernsehanstalten entsprechende Senderechte vereinbart und die Filmförderer haben ihre Mittel an einen Kinostart gebunden. Eine Streamingplattform müsste dann ja eigentlich mindestens das gesamte Herstellungsbudget aufbringen, um den Film zu refinanzieren. Nach meiner Meinung und das bestätigen die Meldungen der letzten Wochen, rechnet sich das nur für große prestigeträchtige Mainstreamfilme und in Einzelfällen. Aber für die Mehrheit der Kinofilme, für die Branche insgesamt, wird eine Streamingplattform das Kino nicht ersetzen können, weder finanziell noch inhaltlich.

Jakob D. Weydemann, medienpolitik.net, 19.11.2020 (online)