Zitiert: Das mediale Lagerfeuer erwärmt immer weniger Zuschauer

In den 90er Jahren erreichten Sat.1, RTL & Co. mehr Zuschauer als die öffentlich-rechtlichen Sender. 2007 lag deren Marktanteil bei 56,6 Prozent, 2018 waren es noch 51,8 Prozent, Tendenz fallend. Zudem stehen hinter den Marktanteilen real weniger Zuschauer. Und das obwohl sich…

Zitiert: Kann man Unterhaltungssendungen fälschen?

Vielleicht ist das die Frage dieser Medienwoche: Kann man Unterhaltungssendungen fälschen? Bisher kannte man den Begriff Fake im Zusammenhang mit Journalismus. Aber TV-Unterhaltung, die per se Fiktion ist – wie lässt die sich fälschen? … Warum die Aufregung um die angeblichen Fakes von Joko und Klaas ein riesengroßes Missverständnis ist.

Kai-Hinrich Renner, Berliner Zeitung, 06.03.2020 (online)

Zitiert: In Krimis ist niemand „abgehängt“

Konstruktiv betrachtet: Im Fernsehkrimi gelingt unseren Öffentlich-Rechtlichen, was im Nachrichtengeschäft lange nicht so gut gelang (und derzeit zu fieberhaften Nachbesserungen führt), nämlich sowohl die größeren und kleineren Metropolen im Blick zu haben, in denen Journalisten, Politiker und Filmschaffende zu wohnen pflegen, als…

Zitiert: Wie heute Dokumentarfilme finanziert werden

Alleine mit TV-Geld kann man heute keinen Dokumentarfilm machen. Der wäre ohne das Kino und die entsprechende Filmförderung nicht denkbar. Denn das Fernsehen – egal welcher Sender – zahlt auf jeden Fall zu wenig (…). Ein Siebtel bis ein Achtel des Geldes kommt vom Fernsehen, der Rest kommt aus den verschiedenen Kino-Fördertöpfen. Dabei müsste es sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk eigentlich leisten, solche Produktionen komplett zu finanzieren.“

Alice Agneskirchner, taz, 15.1.2020 (online)

Zitiert: Kriterien für gutes Fernsehen

Für mich muss gutes Fernsehen dem Zuschauer sagen: Ich kümmere mich gerade nicht um dich, sondern ich erzähle meine Geschichte. Oder: Ich habe besondere Bilder und Menschen in meiner Dokumentation, die du noch nicht kennst. Oder: Ich habe Unsinn in dieser speziellen Ausgabe zusammengefummelt. Mach was damit. Schau’s dir an und ärgere dich darüber. Oder finde es gut, oder guck drei Folgen und sage dann: Ich kann damit nichts anfangen. Also lass mich in der Schwebe oder diskutabel.

Bastian Pastewka in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, 2. Februar 2020 in: medienkorrespondenz.de, 03.02.2020, online