Zitiert: Neue Magazine „links der Mittte“

Links der Mitte gründen sich derzeit auffällig viele neue Magazine, die gegen die Verengung der Debattenräume anschreiben wollen. Wechselt der Kampf gegen Sprechverbote gerade die Seiten? […] Tobias Haberkorn, einer der Herausgeber der Berlin Review, hat in seinem Newsletter kürzlich geschrieben, dass…

Zitiert: Können Medien Trend-Themen „auslassen“

Wirklich viele Medienmarken befassten sich mit dem Thema, nachrichtlich, analytisch, kommentierend. Warum sie das taten und tun, ist für alle, die je an Redaktionskonferenzen teilnahmen, schon nachvollziehbar. Wenn eine Diskussion in der Welt ist, hat man als Redaktion wenig zu gewinnen, wenn man sie nicht mitführt. Niemand liest schließlich einen Artikel, der gar nicht geschrieben wurde. Ein aktuelles journalistisches Medium, das zur Meinungsbildung in einer medial präsenten politischen Debatte nichts beiträgt, wird dafür von kaum jemanden Lob bekommen – es fällt höchstens nicht auf.

Klaus Raab, MDR Altpapier, 09.07.2025 (online)

Zitiert: Ohne Heimatzeitung wird es finster in Deutschland

In Thüringen existieren insgesamt 36 verschiedene lokale Medienangebote. In der Landeshauptstadt Erfurt sind es 23, im Saale-Holzland-Kreis nur noch zwei. Bei diesen Informationsofferten dominieren nach wie vor klassische Medien, insbesondere die Lokalzeitungen. Sie sind immer noch die wichtigste Quelle lokaler und regionaler…

Zitiert: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss sprachlich endlich vielfältiger werden

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) ignoriert die sprachliche Realität unseres Landes. Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte zahlen den Rundfunkbeitrag, erhalten aber kaum Zugang zu Nachrichten oder Bildungsinhalten in ihren Familiensprachen. Dabei ist der Auftrag des ÖRR klar: Er soll die Gesamtheit der Bevölkerung vollumfänglich…

Zitiert: Krimi statt Erinnern

Das Ende von Zweitem Weltkrieg und Naziterror jährt sich zum 80. Mal. Doch bei ARD und ZDF wird erstaunlich wenig Sendezeit auf den historischen Tag verwendet.

WDR, MDR und HR schließlich: ein Spielfilm hier, ein Dokudrama dort, und im BR ein Gedenkkonzert der Münchner Philharmoniker. Nahezu alles davon nach 23 Uhr. Niemand wird behelligt von den Öffentlich-Rechtlichen. Kein Krimi entfällt, keine Satiresendung, keine Talkshow, kein Familienfilm. Wer aber trotzdem unbedingt möchte: Muss eben ein bisschen wühlen in der großen Ramschkiste.

Stefan Fischer, sueddeutsche.de, 07.05.2025 (online)