Zitiert: Zum Gendern in den Medien

Über das Gendern lässt sich trefflich streiten – also sollte man es tun, und zwar ohne Gesinnungsprüfung. Dass die Sender hier de facto Sprachpolitik betreiben, ist nicht bloß eine Frage der Ästhetik, sondern der Zugänglichkeit. Wer Verständlichkeit zur Regel erhebt, diskriminiert niemanden; wer Verständlichkeit opfert, verliert einige. Eine einfache Maxime genügte: Dort, wo Sprache Dienstleistung ist – Nachricht, Erklärung, Untertitel –, hat Verständlichkeit Vorrang. Dort, wo Sprache Kunst ist – Reportage, Essay, Satire –, darf sie sich zumuten. Das ist kein Salomonspruch, sondern die Anerkennung verschiedener Funktionslogiken in einem Haus.

Otfried Höffe, fr.de, 08.10.2025 (online)

Zitiert: Unterschiedliche Sprachauslegung der Politik gegenüber ARD und ZDF

In Teilen der deutschen Politik ist es zwar seit längerem eine Art Sport, auf sprachliche Genauigkeit zu achten, sofern sie damit ARD und ZDF deren Bemühungen ums für sie und ihre Wähler:innen unliebsame Gendern um die Ohren hauen können. Mit der sprachlich…

Zitiert: Muss im öffentlich-rechtlichen Rundfunk rechter und linker Journalismus stattfinden?

Aber in Deutschland verschiebt sich ebenfalls etwas. Auch dort findet das rechtspopulistische Nius ein Publikum, ein Onlineportal, das spalten will. Und dem das wie im Fall der Schmutzkampagne gegen die Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht, Frauke Brosius-Gersdorf, auch gelingt. Auch die jüngste Debatte…

Zitiert: Ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk zu links?

Ja, nein, vielleicht – und zwar gleichzeitig. Ja, weil die sichtbarsten Meinungsangebote zu oft im linksliberalen Dauertenor und nicht selten auch mit jakobinischem Eifer daherkommen. Nein, weil Nachrichten und Recherchen in der Regel anders produziert werden als Kommentare und Satire. Vielleicht, weil…

Zitiert: Das kostet der Einzug des Rundfunkbeitrags wirklich

Die Verwaltung der rund 47 Millionen Konten (2024) hat ihren Preis: Auf rund zwei Prozent der Gesamterträge belaufen sich jedes Jahr die Kosten des Beitragsservice, vor allem für Personal und IT. 2024 waren das insgesamt knapp 191 Millionen Euro, wie der Beitragsservice in seinem Jahresbericht dokumentiert. So transparent die Kosten zum Einzug der Rundfunkgebühren seitens des Beitragsservice angegeben sind, so sind sie dennoch nicht vollständig, wie Recherchen von Medieninsider zeigen.

Volker Nünning, Medieninsider, 06.10.2025 (online, Paid)