Zitiert: Social Media Erinnerung an Nachrichtenquelle verblasst

Wissen Onlinenutzer noch, von welchem Medium die Nachricht stammt, die sie gelesen haben? Wenn sie die Nachricht über soziale Medien beziehen, erinnern sie sich seltener an die Nachrichtenquelle, als wenn sie sie direkt auf der Website des Mediums konsumieren, zeigt eine aktuelle Studie eines Teams des Reuters Institute.

Antonis Kalogeropoulos, ejo-online.eu, 18.10.2018 (online)

Zitiert: Die „personalisierte“ Zeitung – Nachrichten werden zu Neuigkeiten

Adrian Lobe: Die „personalisierte Zeitung“ ist eine blitzscharfe Zeitdiagnose, weil die Facebook-Chronisten jedes Lebensereignis für eine Nachricht halten. Hier muss man Zuckerberg hermeneutisch verstehen: Das Ziel, die „perfekte personalisierte Zeitung“ zu kreieren, bedeutet nicht nur, das Geschäftsmodell Zeitung zu attackieren, sondern auch,…

Zitiert: Warum es in Deutschland kein Zeitungsmuseum von nationalem Rang gibt

Dass in Deutschland gleichwohl bisher ein Museum von nationalem Rang für die Zeitung fehlt, dafür gibt es vielerlei Gründe. Weder die Zeitungspraxis noch die Kulturpolitik oder die Wissenschaft haben mit der notwendigen Entschiedenheit auf ein solches Museum hingewirkt. Für Journalisten (wie auch für Verleger) scheint – zumindest jenseits des Feuilletons – kaum etwas so wenig miteinander zu tun zu haben wie Zeitung und Museum. Die Zeitung ist der Aktualität des Tages verpflichtet, das Museum hingegen dazu da, das überzeitlich Erhaltenswerte zu konservieren.

 

Jürgen Wilke, faz.net, 29.07.2017 (online)

 

Dokumentiert: Nachrichtennutzung über soziale Medien

Sascha Hölig und Uwe Hasebrink vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg werteten die Ergebnisse des Ergebnisse Digital News Survey 2016 des Reuters Institute aus. Dabei stellt sie vor allem fest:

  • Soziale Medien werden vor allem als Zusatz zu klassischen Medien als Nachrichtenquelle genutzt
  • in Deutschland spielen – im Gegensatz zu anderen Ländern – soziale Medien eine vergleichsweise geringe Rolle bei der Nachrichtennutzung
  • die Nutzer schätzen die Quellenvielfalt und Verbreitungsgeschwindigkeit in den sozialen Netzwerken
  • Journalistische Leistung wird als solche nach wie vor anerkannt
  • eine algorithmengesteuerte Nachrichtenauswahl, die auf den Nutzungsinteressen der eigenen Freunde basiert, halten durchschnittlich 23 Prozent der deutschen Onliner (Gesamtstudie: 22 Prozent) für einen guten Weg
  • wenige Nutzer sind aktiv an nachrichtenbezogener Kommunikation beteiligt.

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Dokumentiert: Der Anteil der Unter-50-jährigen an der Mediennutzung sinkt

Für das Jahr 2025 wird ein deutliches Ausdünnen der jüngeren Jahrgänge angenommen. In den zusammengefassten Altersklassen ist bei den unter 50-Jährigen ein Schwund zu verzeichnen, der in der Gruppe 14 bis 29 Jahre stärker ausgeprägt ist. In den oberen Alterssegmenten verläuft die Entwicklung umgekehrt, der Anteil der 50- bis 69-Jährigen sowie der ab 70-Jährigen nimmt in der Bevölkerungsvorausschätzung zu.

Die Gesamtwirkung des demografischen Wandels auf die Mediennutzung ergibt sich durch zwei Einflussfaktoren, nämlich die Größe des jeweiligen Bevölkerungssegments und die spezifische Mediennutzung der Personen in diesem Segment. Beide Effekte zusammengefasst ergeben das Nutzungsvolumen. Die Gesamtwirkung ist umso größer, je unterschiedlicher die Nutzung im jeweiligen Bevölkerungssegment ist. Weiterlesen Dokumentiert: Der Anteil der Unter-50-jährigen an der Mediennutzung sinkt