Allgemein

Mehreinnahmen aus Rundfunkbeitrag durch Erfassung aller „Schwarzseher“

Immer wieder wird behauptet, dass die Mehreinnahmen durch den Rundfunkbeitrag auch dadurch zustande kommen, dass nun alle Schwarzseher erfasst würden. Sicher, diese haben nun keine Möglichkeit mehr, die Beitragszahlung zu umgehen. Der Preis dafür ist jedoch, dass auch diejenigen bezahlen müssen, die über keine Rundfunk-Empfangsgeräte verfügen.

 

So hat das Statistisches Bundesamt (online) dargestellt, dass die Ausstattung der Haushalt mit fernsehgeräten seit 2009 gestiegen ist, doch zum 1.1.2014 bei 97,5 Prozent lag. (zum Vergleich 2009: 95,9 Prozent). Die Ausstattung der Haushalte mit Radiogeräten soll zum 1.1.2015 bei 90 Prozent gelegen haben. Weiterlesen

MDR in der Kritik

Wesentliche Aussagen der Studie Information oder Unterhaltung? Eine Programmanalyse von WDR und MDR von Joachim Trebbe , Anne Beier und Matthias Wagner (OBS-Arbeitspapier 17, Herausgeber: Otto Brenner Stiftung, online)

Der WDR bietet im Vergleich zu allen bisher untersuchten Dritten Programmen (im Bereich Information und Unterhaltung) den größten Anteil besonders relevanter, gesellschaftlich-kontroverser Themen (62 Prozent). Der MDR liegt mit 42 Prozent deutlich unterhalb dieser Marke und eher in der Nähe der vormals analysierten Programme von NDR und SWR. Der im Vergleich niedrige Informationsanteil des MDR ist vor allem auf höhere Anteile für fiktionale Unterhaltung durch Filme zurückzuführen. Die Anteile für weiche Themen mit Human-Touch-Charakter (Unfälle, Kriminalität, Prominenz) liegen in den analysierten Programmen mit 14 Prozent (MDR) und 10 Prozent (WDR) auf einem ähnlichen Niveau. Damit wird der umstrittene Befund der Vorgängerstudie bestätigt, dass Human-Touch-Themen in den Dritten Programmen der ARD einen hohen Stellenwert einnehmen. (S. 6) Weiterlesen

Streit um MDR-Ressourcen

Am Donnerstag verwies Martin Debes in der Thüringer Allgemeinen (16.07.2015) darauf, dass „von den gut 2000 festen Mitarbeitern“ des MDR „gerade einmal 118 in Thüringen beschäftigt. Das sind sechs Prozent des Gesamtpersonals.“ Daneben würden 104 fest-freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezahlt. Er unterschlägt im Weiteren auch nicht die 60 Stellen beim Kinderkanal sowie die 13 Stellen der MDR-Werbung GmbH, die auch in Erfurt sitzt.

Allerdings macht er eine Schräglage deutlich. Sachsen habe in Leipzig die Zentrale mit 1.400 Beschäftigten sowie 660 fest-freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Daneben gibt es noch ein Landesfunkhaus (140 Angestellte). Auch Sachsen-Anhalt habe zwei Standorte. Im Magdeburger Landesfunkhaus seien 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fest angestellt, in der Hörfunkzentrale in Halle gebe es neben 265 Angestellten noch einmal rund 400 feste freie Mitarbeiter. Weiterlesen

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
"Die aktuelle Höhe des Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro entspricht längst nicht mehr dem realen Aufwand", sagte der BR-Rundfunkratsvorsitzende Lorenz Wolf. "Legt man die derzeitige Rücklagenentnahme auf die Höhe des monatlichen Beitrags um, dann werden heute real 18,35 Euro verausgabt. Diese Rücklage wird bis 2020 gänzlich erschöpft sein. Mit 17,50 Euro wäre der vorgelegte Wirtschaftsplan 2019 nicht realisierbar." Dwdl.de, 06.12.2018 Weiterlesen    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)