Zitiert: Verlage sichern sich über Google und Facebook eine „andere Art von Medienförderung“

Der jahrelange politische Druck und die öfters interessegeleiteten Skandalberichte über die US-Technogiganten haben diese in zahlreichen Ländern bereits an den Verhandlungstisch gezwungen. Man strebt private Deals an, um absehbaren Streitigkeiten ums Leistungsschutzrecht vorzubeugen. Es gibt bereits Vereinbarungen mit einigen Medienhäusern, wobei die…

Zitiert: Wie EU und Nato – Schutz vor „hybriden Angriffen“ aus Russland?

Wenn eine EU-Stelle genuine journalistische Aufgaben, wie die einer Vierten Gewalt, übernimmt und Medien über Desinformationskampagnen aufklärt, werden Grundfesten von Medien- und Informationsfreiheit berührt. Angetreten zur Verteidigung derselben, kann es sich ebenso in sein Gegenteil verkehren. … Eine unabhängige Bewertung der EU-Maßnahmen…

Zitiert: Kanzlerschaft bedeutet, die Angreifbarkeit auf ein Minimum zu reduzieren

Die Person verschwindet hinter dem Amt oder geht idealerweise in ihm auf. Jeder Widerspruch, jede Konfrontation, jede Kommentierung zehrt vom Reservoir der Macht. Wenn Macht perfekt ausgeübt wird, darf sie deswegen wenig Spuren hinterlassen. Sie ist unsichtbar. Herlinde Koelbl aber hat sie sichtbar gemacht.

Stefan Kornelius, sueddeutsche.de, 12.11.2021 (online)

Fakten: Wer mehr in den Film investiert

Netflix investiert 500 Mio. Euro in der DACH-Region – innerhalb von drei Jahren (2021-2023).

ARD und ZDF investieren zusammen über 1,5 Mrd. Euro – je Jahr.

Netflix investiert also 12 Prozent des ARD-ZDF-Etats eines Jahres – in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Zitiert: Das Geplapper von der „Spaltung der Gesellschaft“ erklärt gar nichts

Da ‚Gesellschaft‘ ein hochkompliziertes Gebilde ist, da sie eben keine ‚Gemeinschaft‘ ist, kein familiäres Konstrukt, sondern arbeitsteilig, kommunikativ verwirrend uneinheitlich, multikulturell und multischichtenartig strukturiert, ist die Rede von ihrer Spaltung antipolitisch. Wer von Spaltung der Gesellschaft spricht, will über Interessengegensätze, möchte über Macht nicht reden.

Jan Feddersen, taz.de, 14.11.2021 (online)