Zitat: „Germany’s Gold“ und Jugendkanal

„Der Plan, gemeinsam eine Internetplattform unter dem bizarren Titel „Germany’s Gold“ zu betreiben, wurde 2013 von ARD und ZDF endgültig begraben, nachdem das Bundeskartellamt Bedenken angemeldet hatte. Auf dieses Problem hätten die Strategen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens schon 2012 aufmerksam werden können, als das Kartellamt mit gleicher Begründung ein ähnliches gemeinsames Vorhaben der RTL-Gruppe und der Pro Sieben Sat 1 Media AG blockiert hatte. Gipfel der Idiotie: Auf der Plattform Germany’s Gold hätten die Gebührenzahler, oder besser: die Beitragszahler, für Sendungen, die sie mit ihrer Gebühr, recte: Abgabe, bereits bezahlt haben, noch einmal zahlen müssen, um sie anzuschauen. Stratege im öffentlich-rechtlichen System sein, das heißt: Nichts sehen, nichts hören, nichts denken, aber tolle Titel erfinden: „Germany’s Gold“.

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Zitat: Welches Interesse hat der Staat, Spähsoftware nicht einzusetzen

„Ruft man jetzt nach dem Staat, nach mehr Cybercops, nach einem BSI mit mehr Personal, wäre zuerst zu klären: Wie viel Interesse hat dieser Staat überhaupt daran, dass die Computer seiner Bürger zu Festungen werden, wenn derselbe Staat ernsthaft erwägt, Spähsoftware einzusetzen? Spähsoftware, die Sicherheitslücken der Rechner ausnutzt – so wie das auch die Viren und Trojaner der Kriminellen tun? Wenn die Dienste untereinander Informationen austauschen, die sie selber in ihren Ländern gar nicht hätten sammeln dürfen?“

 

Helmut-Martin Jung, sueddeutsche.de, 23.01.2014

 

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