Mich beschäftigt vor allem die in der Debatte über Twitter hier und da vertretene These, Twitter sei das, was man daraus macht: Man habe über den „Folgen“-Button selbst unter Kontrolle, ob man Müll sieht oder Tolles. Das stimmt zum Teil – aber nur für den einzelnen. Die Bedeutung und Wirkungsweise von Social Media sind damit nicht erfasst. Ebenso stimmt es, dass ein einzelner durch Auswandern verhindern kann, mit Verkehrspolitik behelligt zu werden. Das sagt aber auch nichts über die Verkehrspolitik. Klaus Raab, MDR Altpapier, 26.9.2022 (online)
Kategorie Medien-Blog
Zitiert: Streit ums Gendern – wir könnten vom Englischen lernen
Mehr und mehr sind deutsche Alltagssätze vom Englischen durchsetzt. Was Sprachpuristen nervt, könnte im Streit ums Gendern helfen, meint Autor Peter Littger. Denn „kids“, „friends“ oder „coaches“ umfassen ganz selbstverständlich alle Geschlechter.
Peter Littger, Deutschlandradio, 21.9.2022 (online)
Zitiert: Deutsche Debatten kommen einem ein wenig klein vor
Die deutschen Debatten über Sinn und Unsinn, Destruktivität und Schönheit von Social Media wie Twitter kommen einem ein wenig klein vor, wenn man bedenkt, wie sehr die Möglichkeit, sich zu äußern, sich zu informieren und Proteste zu organisieren, in anderen Gesellschaften mit Social Media verbunden ist. Irrelevant macht das unsere Twitter-Debatten nicht. Es ist nur wichtig, dabei nicht die Welt aus dem Blick zu verlieren.
Klaus Raab, MDR Altpapier, 26.9.2022 (online)
Zitiert: Muss sich gerechte Entlohnung am Gehalt des Bundeskanzlers orientieren?
Die Senderchefs sind nicht in der Politik tätig, wo man in einer anderen Kapitalform, nämlich Macht, entlohnt wird, sondern sie sind Medienverantwortliche, deren Entlohnung sich nach dem Medienmarkt richtet. Da sie aus Gebühren finanziert werden, belegen sie in der Entlohnung von Medienmanagern…
Film-Tipp: Alrun Goettes Film “In einem Land, das es nicht mehr gibt”
Die Regisseurin Aelrun Goette erzählt von kleinen Fluchten, von Mode, Schönheit und starken „Ostweibern“. Ihr Film ist eine Einladung, genauer auf den Staat zu schauen, den es nicht mehr gibt. Das Ende muss der Anfang sein, dieser Satz von der Freiheit am…
