Zitiert: Ist es kein Tabu mehr, für ein rechtes Medium zu arbeiten?

Schon in der Vergangenheit haben sich einzelne Journalisten für konservative bis rechte Medien als Arbeitgeber entschieden – aus Überzeugung, wegen einer beruflichen Chance (z. B. hierarchischer Aufstieg) oder mangels Alternativen. Mir ist eine ganze Reihe von Journalisten bekannt, einige davon frühere Arbeitskollegen, die diesen Weg gewählt haben und längst unter anderem für die NZZ, Nius oder die Junge Freiheit arbeiten. Mehrere sind einen Schritt weitergegangen und haben Positionen bei der AfD angenommen, politische Ämter oder andere Aufgaben (z. B. Pressesprecher). […]

Doch es scheint kein Tabu mehr zu sein, für ein rechtes Medium zu arbeiten oder sich sogar weitergehend in diesem Bereich zu engagieren (z. B. auch Blog, Podcast oder YouTube-Kanal mit dieser Ausrichtung). Hier denke ich beispielsweise an einen früheren Kollegen, der sich zu einem prominenten Kritiker des öffentlich-rechtlichen Rundfunks entwickelt hat, für den er zuvor viele Jahre gearbeitet hatte. Hier spiegeln sich ein politisches und gesellschaftliches Umdenken auf persönlicher Ebene wider.

Attila Albert, kress.de, 08.10.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)