Zitiert: Netflix dauerhaft im Defizit

Netflix finanziert seinen Content, seine Filme und Serien, nicht über die Abonnementgebühren, wie man vielleicht denkt, sondern mit Geld aus dem Finanzkapitalmarkt (…) Netflix hat langfristige Schulden von über 35 Milliarden Dollar. Sie spekulieren auf den Aktienkurs, der sozusagen hochgejazzt worden ist. Netflix hat, seit sie streamen, finanztechnisch gesehen bis Ende 2020 einen negativen Cashflow. Sie finanzieren ihren Content darüber, dass sie Anleihen auf den Markt werfen, die von Investoren gekauft werden. Vor einem Dreivierteljahr hatten sie 32 unterschiedliche Anleihen am Markt, die alle mit zwischen vier und gut sechseinhalb Prozent hochverzinst waren. … Die Kreditwürdigkeit von Netflix bei den Ratingagenturen wie Moody’soder Standard & Poor’s liegt ungefähr auf dem Niveau von Italien als Staat. Sie würden aufgrund der Einschätzung ihrer Kreditwürdigkeit bei einer normalen Bank kein Darlehen bekommen.”

René Martens, MDR Altpapier, 28.06.2021 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)