Dinge halten nicht für immer. Man kann sie nur dauerhaft bewahren, wenn man echte Werte und Traditionen von bloßen Gewohnheiten unterscheiden kann. Erfolg führt manchmal dazu, dass Gewohnheiten mit Tradition verwechselt und dadurch Mechanismen fortgeführt werden, die längst veraltet sind. Darauf achte ich in den Organisationen, die ich führe, besonders. Wer weiter gewinnen will, muss bereit sein, die Vergangenheit infrage zu stellen. […]
Eine weitere zentrale Erkenntnis war für uns die Diskontinuität: sich kontinuierlich und strukturell zu verändern und zugleich die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Nur menschliche Energie kann eine Veränderung tatsächlich umsetzen. Als Führungskraft kann man eine strategische Vision und eine klare Absicht haben. Doch sie werden nur Realität, wenn man die Menschen um sich herum davon überzeugt.
Alessandro Benetton, faz.net, 24.09.2026 (online)

