Zitiert: „Short Film Coalition“ wehrt sich gegen Aderlass bei AgoraEU

Ein informelles Bündnis, in dessen Rahmen sich die AG Kurzfilm mit Kurzfilmfestivals, Trainingsprogrammen, Filmmärkten und Koproduktionsplattformen aus ganz Europa zusammengeschlossen hat, protestiert in einem Offenen Brief gegen die Pläne, das geplante Budget für AgoraEU drastisch zusammenzustreichen. […]

Denn während dieser Gesamthaushalt auf Drängen der Netto-Einzahler um rund acht Prozent zusammengestrichen werden soll, belaufen sich die geplanten Kürzungen beim künftigen Dachprogramm der EU für Kultur, Medien und Demokratie auf rund 30 Prozent. Anstelle des ursprünglich angedachten Etats von 8,68 Mrd. Euro soll für die drei Säulen über die sieben Jahre hinweg nur noch ein Budget von rund 6 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt werden. […]

Aus Sicht der AG Kurzfilm steht angesichts der „geplanten drastischen Kürzungen“ für den Kurzfilm in Deutschland besonders viel auf dem Spiel:

„Festivals, Nachwuchsprogramme und wichtige Fachangebote für Kurzfilmschaffende sind hierzulande in hohem Maße auf europäische Fördermittel angewiesen. Eine Kürzung um fast ein Drittel hätte für die Branche entsprechend gravierende Folgen. Am stärksten träfe es kleinere und unabhängige Organisationen, die Zugang zu Weiterbildung, Vernetzung und internationalen Märkten in diesem Sektor ermöglichen“, heißt es in einer Stellungnahme.

Probleme wie diese sind indes natürlich nicht auf Deutschland begrenzt – und so hat sich mit der sogenannten „Short Film Coalition“ schon kurzfristig ein informelles Bündnis rund um Kurzfilmfestivals, Trainingsprogramme, Filmmärkte und Koproduktionsplattformen aus ganz Europa zusammengefunden, das an der Seite der AG Kurzfilm in einem Offenen Brief für drei Kernforderungen eintritt.

Marc Mensch, the-spot-mediafilm.com, 16.10.2026 (online)