Die Sonderrolle des Bayrischen Rundfunks

In der Studie des Bayrischen Rundfunks anläßlich von 25 Jahren BRaktuell aus dem Jahr 2016 wurde festgestellt, dass in Bayern das Publikum stärker als in der Gesamtbevölkerung Deutschlands davon ausgeht, dass die Medien einem vorschreiben, was man denken soll (55 zu 49%) sowie dass sie Sachverhalte zu sehr vereinfachen und dadurch Vorurteile verbreiten (72 zu 66%). Zudem sind weniger der Meinung, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen unabhängig ist (43 zu 47%), es wird auch mehr als Stütze des Establishments wahrgenommen (52 zu 48%).

 

Zur Untersuchung (online)

Öffentlich-rechtliche Kinder- und Jugendangebote in der Kritik

Zum Kinderfernsehen hieß es resümierend, es werde schon seit Jahren von einer Handvoll Reihen und Formate geprägt; einige auf konstant hohem Niveau, andere sehr schwankend in ihrer Qualität. Die Bestürzung der Jury galt jedoch vor allem den Funk-Produktionen, bei denen keinerlei innovative…

Welche Vorwürfe an die KEF in die Irre führen

Aus meiner Sicht kann man nicht ableiten,

  • dass die KEF mit ihren Vergleichen ihre Kompetenzen überschreitet bzw. in die Programmhoheit eingreift, da die KEF auch früher Vergleiche zwischen Angeboten (Tatort 2003/2004; Talkshows; …) angestellt hat und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten die KEF gebeten haben, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen vorzunehmen,
  • dass die KEF immer zu Lasten der Anstalten agiert, da sie in einigen Fällen auch die anzuerkennenden Mittel von sich aus höher veranschlagt hat, als die Sender beantragt hatten (z.B. bei eine Erhöhung der anzunehmenden Befreiungen),
  • dass die KEF die ARD immer wieder benachteiligt,
    • da das ZDF öfter als die ARD im Rahmen der „Steigerungsvorgaben“ (Index) der KEF geblieben ist,
    • da es Bereiche gibt, in denen auch das ZDF Kürzungen hinnehmen muss, die ARD jedoch nicht
    • da die prozentuale Verschiebung zu Gunsten des ZDF sich u.a. daraus ergibt, dass die 25 Cent für die Altersvorsorge nunmehr seit 1.1.2017 zu Teilen an das ZDF und Deutschlandradio gehen (ARD: 18,5 Cent (74,1%), ZDF: 5,8 Cent (23,2%) und Deutschlandradio 0,5 Cent (2,7%)).[1]

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Zitiert: Wie aus einem medialen Dreikampf ein Zweikampf wird

Lange Jahre schien es so, dass der Kampf um den TV-Markt einer zwischen den Privaten und den Öffentlich-Rechtlichen ist. Es war der Kampf zweier unterschiedlicher Systeme: Die einen finanzierten sich über Werbeeinnahmen, die anderen über Gebühren. Es waren die werbefinanzierten Sender, die…