Zitiert: Keine kostensparende Reform

Was in der Euphorie bislang noch keine Rolle spielt: Natürlich sollen die Zusammenlegungen auch Kosten reduzieren. Hier ist allerdings festzustellen, dass die jetzt wegfallenden ARD-Spartensender deutlich günstiger als ihre ZDF-Pendants sind. So hatten beispielsweise nach dem eben veröffentlichten 25. KEF-Bericht One und ARD alpha für die vierjährige Beitragsperiode 2025 bis 2028 einen Bedarf von 42,9 Millionen Euro (One) und 37,8 Millionen Euro (Alpha) angemeldet; beim ZDF schlägt für den gleichen Zeitraum ZDFinfo mit 144,5 Millionen und ZDF Neo mit 317,3 Millionen Euro zu Buche

Steffen Grimberg, taz.de, 11.03.2026 (online)

Zitiert: Die „Meinungsfreiheit“ ist vom Empfänger auf den Sender, von der Gesellschaft auf die ökonomische Macht übergegangen

Seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts kam es zu einem tiefgreifenden „Wandel der Vorstellung von Presse- und Meinungsfreiheit. Wurde zuvor das Recht der Adressaten, der Zeitungsleserinnen, Fernsehzuschauer und Netznutzer*innen auf eine faktenbasierte, halbwegs neutrale und allgemein zugängliche Information, neben der Kommentare…

Zitiert: Definanzierung öffentlich-rechtlicher Medien als eine Form der stillen Regulierung

Öffentlich-rechtliche Medien verschwinden selten über Nacht. Sie verblassen. Eine regionale Nachrichtenredaktion schließt, ein investigatives Projekt wird auf unbestimmte Zeit verschoben, ein Minderheitenprogramm verschwindet leise aus dem Programm. Nichts davon wirkt dramatisch, nichts davon ähnelt Zensur. Und doch geht etwas verloren – nicht…

Zitiert: Medien können kaum etwas ausrichten

Kaum jemand kann die US-Regierung so zur Rechenschaft ziehen wie die Medien und zeigen, dass sie Unwahrheiten verbreitet. Doch selbst die mächtigsten Medienunternehmen können nur wenig ausrichten gegen eine Regierung, die bereit ist, ihre Machtinstrumente – von Aufsichtsbehörden bis zum Justizministerium – gezielt gegen vermeintliche Feinde einzusetzen. Gehören diese Medienunternehmen dann auch noch einem Milliardär mit handfesten Interessen­konflikten, wird der Kampf umso härter – und die Aussicht auf Erfolg umso trüber.

Aaron Wiener, republik.ch, 06.03.2026 (online)