Heiko Hilker

Link-Tipp: Privatisierung der Wirklichkeit schränkt Dokfilmer immer weiter ein

Auf einer Veranstaltung im Rahmen des Dokumentarfilmfestivals DOK Leipzig zeigt die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm die Schwierigkeiten von Filmemachern in zunehmend teilprivatisierten öffentlichen Räumen auf.

Wer Filme macht, steht immer schon mit einem Bein im Knast – deprimierenderweise kann man die Veranstaltung… Weiterlesen

In der Kritik: „Inside Wikileaks“

Der Film sei „ohne eine Spur visueller Intelligenz“, schreibt Lukas Foerster in der taz. Bill Condon wolle „die Geschichte der Enthüllungsplattform zum geopolitischen Thriller aufrüsten“, was ihm jedoch nicht gelänge.

 

„Was den Film gefährlich macht, ist, dass er fiktive Ereignisse mit realen Videomitschnitten vermengt, etwa von Wikileaks veröffentlichtes Videomaterial, Nachrichtenbeiträge und Politiker-Statements. Die erfunden Handlungen zielen dabei fast immer darauf ab, Assange zu diffamieren“, so Andy Müller-Maguhn im Interview mit der Berliner Zeitung. Und Andrian Kreye stellt in der Süddeutschen Zeitung fest: „Es hätte ein politischer Film werden können, herausgekommen ist ein Melodram um das Zerwürfnis zweier Männer.“ Schon an anderer Stelle hatte er beschrieben, dass es unmöglich scheint, die „Parallelwelt der Programmiersprachen“ in Bilder zu fassen. Nebenbei weist er darauf hin, dass in den USA der Film „mit Einnahmen von nur 1,7 Millionen Dollar an einem Startwochenende in mehr als 1700 Kinos der bisher größte Flop des Jahres“ war. Weiterlesen

Zitat: Blowback

 

 

Jeremy Scahill, ein US-Journalist, hat „Schmutzige Kriege“ (Kunstmann Verlag, München) geschrieben, in dem er erzählt, „wie es dazu kam, dass Mord zu einem zentralen Instrument der U.S.-Sicherheitspolitik geworden ist, und welche Konsequenzen diese Entscheidung hat“. Das Buch wurde verfilmt, der Film „Dirty Wars“ soll 2014 in Deutschland herauskommen.

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Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)