Zitiert: Demokratie ist keine Gemeinschaft der Werte

Demokratie ist keine Gemeinschaft der Werte, allen anderslautenden Beteuerungen zum Trotz. Sie ist ein zum Grundsatz erhobenes numerisches Verhältnis. Regieren darf, wer eine relative Mehrheit von Wählerstimmen auf sich vereint – weswegen Faschisten, wenn sie an die Macht kommen, zuallererst Demokraten sind.…

Zitiert: Neue Modelle, um Medien zu finanzieren

Weil wir als Demokratien aber weiterhin eine pluralistische Medienlandschaft brauchen werden, könnte es sein, dass wir seriöse Medien irgendwann ähnlich finanzieren müssen wie seit jeher Theater, Museen oder Bibliotheken. Auch da haben wir als Gesellschaft mal die Entscheidung getroffen, dass wir diese Angebote wollen und brauchen, auch wenn sie sich ‚am Markt‘ alleine nicht finanzieren. Also finanzieren wir sie teilweise öffentlich und solidarisch. Und wenn das so kommt, wird die Frage der Unabhängigkeit von den öffentlichen Geldgebern natürlich absolut zentral. Dafür müssen überzeugende Modelle erst gefunden werden.

Armin Wolf, derstandard.at, 19.08.2026 (online)

Zitiert: Warum eine Reform des öffentlich-rechtlichen Hörfunks nicht gelingen kann

Mir ist bei allen diesen Veranstaltungen, in vielen Gesprächen vor allen Dingen eines aufgefallen: Wenn ich mit Führungskräften des öffentlich-rechtlichen Hörfunks nicht über Auswahlkriterien, Standards oder Digitalisierungsprozesse diskutieren kann, weil inhaltlich von diesen hochbezahlten Führungskräften nichts kommt, dann kann eine Reform nicht gelingen.

Peter Welchering, berliner-zeitung.de, 17.08.2026 (online)

Zitiert: In der westdeutschen Betrachtung des Ostens wird häufig über jegliche regionale Unterschiede hinweggegangen

Man kann das gut in der jetzigen Berichterstattung zu den Landtagswahlen beobachten: Ich bekomme etliche Anfragen, die nur darum kreisen, warum die AfD im Osten so stark ist. Dabei gibt es Unterschiede zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, in denen dieses Jahr gewählt wird.…