Klick-Tipp: „Es wird ein Empörungscrash herbeialgorithmisiert“

Der Medienrechtler Dieter Dörr sieht die Macht von sozialen Netzwerken, Videoportalen, Instant Messengern und Suchmaschinen nur unzureichend reguliert. „Die öffentliche Willensbildung und damit die freiheitliche Demokratie ist angesichts der weiter ansteigenden Meinungsmacht der Intermediäre erheblichen Gefahren ausgesetzt“, sagte der langjährige Direktor des Mainzer Medieninstituts bei der Konferenz „Global Media Law 2025“ am 6. November in Berlin.

epd medien, 04.12.2025 (online)

Zitiert: Schon Posten, Reposten und Folgen prägt toxische Muster

Die Forscher Petter Törnberg und Maik Larooij beobachteten ihr soziales Netzwerk über 10.000 Zeitschritte. Diese entsprechen in etwa Jahrzehnten realer Social-Media-Nutzung – genug Zeit, damit sich stabile Muster wie Echokammern – oft auch als Blasen oder Bubbles bezeichnet – und extreme Stimmen…

Zitiert: Individuell uniform

Soziale Medien predigen grenzenlosen Individualismus. Doch wer durch TikTok scrollt, sieht vor allem Kopien. Trends, Ästhetiken und Labels versprechen Einzigartigkeit, münden aber in immer flachere Gleichförmigkeit. Die neue Konformität ist bequem, wird algorithmisch belohnt – und ist gefährlich berechenbar. […] Wer in…

Zitiert: Monopolisierung in den digitalen Medien und politischer Diskurs

Empirisch können wir die Monopolisierung in den digitalen Medien sehr genau messen. Da bleiben keine offenen Fragen, außerdem sind Medienmonopole verfassungswidrig. Da ist es übrigens egal, ob deren Betreiber gut oder böse sind. Dabei haben die Tech-Konzerne auch schon in der Vergangenheit…

Zitiert: Algorithmen haben öfter mal Probleme mit der Demokratie

Erst durch stetiges, tausendfaches Wiederholen lernt das Programm, welche Inhalte unerwünscht sind und welche nicht. Werden also künftig nur Maschinen entscheiden, was als Hassrede, Desinformation oder inakzeptabel gilt – allein basierend auf statistischen Modellen? „Digitale Plattformen brauchen Menschen mit lokalem Wissen, um…