Zitiert: Dokus wie Heiligenporträts – Mensch und Übermensch

Man gewinnt den Eindruck, dass Stars Filme über sich bestellen, beauftragen, dass sie das Genre des Dokumentarfilms kapern, um sich selbst ein Denkmal zu setzen, um ein sehr genau kuratiertes Album ihrer eigenen Existenz auf den Markt zu werfen. Problematisch wird dabei…

Zitiert: Wie man für den Dokumentarfilm lobbyieren kann

Es scheint mehr nötig denn je, zu solchen Selbsthilfeorganisationen zu finden, mit denen beispielsweise der Dokumentarfilm online eine größere Öffentlichkeit gewänne. Gleichzeitig gilt es jede Initiative zu stärken, zu stützen und in Netzwerke einzubinden, die sich für den Dokumentarfilm engagiert: Das reicht von den Festivals wie dem Münchner Dokumentarfilmfest oder der Duisburger Filmwoche über die verbliebenden Bündnispartner im Fernsehen bis hin zu Kinos wie in München dem „Maxim“.

Dietrich Leder über Peter Heller, medienkorrespondenz.de, 23.10.2019 (online)

Zitiert: Mit wem darf man beim Dokumentarfilm zusammenarbeiten?

Die Berichterstattung wirft nun mehrere Fragen auf, unter anderem folgende: Darf man überhaupt mit unter staatlicher Kontrolle stehenden Filmproduktionsfirmen zusammenarbeiten? Sagen wir es mal so: Hätten Regisseure in den vergangenen Jahrzehnten in Dokumentarfilmen oder Dokumentationen über totalitäre Staaten auf Bilder verzichtet, die staatliche Organisationen in nicht uneigennütziger Absicht hergestellt haben, wäre die Geschichte dieser Genres um einige herausragende Produktionen ärmer (natürlich auch um viele schlechte).

René Martens, MDR Altpapier, 15.06.2020 (online)

Zitiert: Wenig Werbung für Dokumentarfilme bei ARD und ZDF

Die Filme müssen ja erst einmal bekannt sein. Sie werden aber nicht ausreichend beworben. Es ist so, dass die Produktions- und auch die Werbebudgets noch an den Sendeplätzen orientiert sind. Für die Produktionen von ‚TerraX‘ steht beim ZDF ein ungleich größeres Budget zur Verfügung als für ein Drittes Programm oder 3sat. Deshalb kann man nicht sagen, Dokumentarfilme sind in der Mediathek gut aufgehoben. Für den PR-Apparat der Sender liegt der Fokus auf der Primetime.

Thomas Frickel, epd medien, 10/20 vom 6. März 2020 (online)

Zitiert: Wie ARD und ZDF die Finanzierung des Dokumentarfilms auslagern

Lange Dokumentarfilme werden von den Sendern auch nur in wenigen Ausnahmefällen voll finanziert. Ein solcher Fall ist der jährliche Wettbewerb ‚Top of the Docs‘ der ARD – da kann man eine voll finanzierte neue Produktion gewinnen. Das ist die Umkehrung dessen, was das öffentlich-rechtliche Fernsehen eigentlich machen muss. Es ist der Job der Redakteure, Projektideen zu sichten und anschließend Aufträge zu vergeben. Stattdessen schicken die Sender meist unabhängige Produzenten los, um bei der Kinofilm-Förderung zusätzliches Geld einzusammeln. ARD und ZDF kommen ja nicht direkt an diese Gelder ran.

Thomas Frickel, epd medien, 10/20 vom 6. März 2020 (online)