Zitiert: Kurzfilme verkörpern cineastische Kardinaltugenden

Es gibt keinen Grund, Kurzfilme aus ihrem vermeintlichen Schattendasein zu befreien – sie verkörpern cineastische Kardinaltugenden. Die ersten Filme der Weltgeschichte waren Kurzfilme, alle wirklichen Meister haben ihnen gehuldigt, oft bis ins hohe Alter hinein. Erinnert sei nur an Agnès Varda, Jean-Luc…

Zitiert: Beim „Tatort“ spürt man das Sparen auch an den fertigen Filmen

Exakt dazu hat die Initiative Fair Film, ein Zusammenschluss aus 30 Filmverbänden, gerade einen wütenden Appell an ARD und ZDF gerichtet, es geht um aufs Minimum geschrumpfte und deshalb brutale Drehtage, um zu kleine Budgets, um bei Drehbuch und Dokumentation die Qualität…

Zitiert: Drehen in Deutschland ist eine „kaputte Sache“

Man hört von Projekten, die nicht realisiert werden oder solchen, die sicher zu sein schienen, aber plötzlich komplett in der Luft hängen. Bedeutende Auftraggeber sind verschwunden oder haben stark reduziert. […]

Aber auch die Öffentlich-Rechtlichen haben Probleme. Sie bangen um die Beitragserhöhung, und beweglicher als in der Struktur sind beim Sparen immer die Posten im Programm. Es spricht Bände, dass ein einst für seine fiktionalen Produktionen angesehener Sender wie der RBB sein Heil darin sucht, neue Fernsehfilme und Serien einfach mal sein zu lassen, und jetzt schon im zweiten Jahr keine mehr produziert.

Claudia Tieschky, sueddeutsche.de, 06.12.2024 (online)