Zitiert: Kartellrecht gibt Kartellamt keine Handhabe bei Wettbewerbsbedenken

Die SWMH-Gruppe mit der „Süddeutschen Zeitung“ will sich aufspalten. Regionalblätter und Fachmedien sollen verkauft werden. Nun ist eine wesentliche Hürde genommen. […]

Nun stimmte das Bundeskartellamt zu, verband dies jedoch auch mit Kritik an einer Medienkonzentration in einigen Gebieten Baden-Württembergs. „Einmal mehr zeigt sich, dass dem Bundeskartellamt beim Erwerb von Zeitungen trotz offensichtlicher Wettbewerbsbedenken nach heutiger Rechtslage oft die Hände gebunden sind“, bilanzierte der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt.

Philipp Blanke, tagesspiegel.de, 30.06.2025 (online)

Zitiert: Kaputtfusionieren statt „Gesundschrumpfen“

Ein Blick auf die Abfolge immer neuer Fusionen und Zusammenlegungen von Redaktionen privater Medien erweist sich in der Regel nicht als ein „Gesundschrumpfen“. Kaputtfusionieren scheint ein angemessenerer Begriff. Worin besteht der Mehrwert, auf immer gleiche Inhalte von Zentralredaktionen nur unterschiedliche regionale Logos zu drucken? Am ehesten dient dies dazu, die Illusion von real existierenden Regionalzeitungen aufrechtzuerhalten.

Leonhard Dobusch, netzpolitik.org, 16.10.2023 (online)

Zitiert: Fusionen sind noch keine Refomen

Sind Fusionen die Antwort auf digitale und andere Herausforderungen für öffentlich-rechtliche Medien? Ein Blick auf die Forschung zu Unternehmensfusionen sollte hier zumindest skeptisch machen. Statt immer neuer Fusionsfantasien bräuchte es demnach moderne Netzwerkansätze, die auf Kooperation und Wettbewerb zugleich setzen. […] Auch…

ARD und ZDF unter einem Dach ist kein AfD-Vorschlag

So einige sind der Meinung, die Zusammenlegung von ARD und ZDF sei ein AfD-Vorschlag. Doch die AfD vorgeschlagen, die Zahl der Programme zu reduzieren. Sie wolle zwei steuerlich finanzierte Rundfunk-Sender. Der bisherige Rundfunkbeitrag soll wegfallen. Mit der Steuerfinanzierung entsteht ein staatlich kontrolliertes Fernsehen und Radio, da dann Regierung und Parlament mit jedem Haushalt neu über die Finanzierung der Sender entscheiden. Bei einer direkten Steuer-Finanzierung ist die Abhängigkeit von der Regierung größer beim beitragsfinanzierten Fernsehen.

Die Sender zu fusionieren, das ZDF zu privatisieren, das ERSTE einzustellen sind keine neuen medienpolitischen Ideen. Entsprechend hatten sich die Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und Kurt Biedenkopf schon 1995 geäußert. Leicht verändert legten Edmund Stoiber, Georg Milbradt und Peer Steinbrück 2003 ähnliche Vorschläge auf den Tisch. Weiterlesen ARD und ZDF unter einem Dach ist kein AfD-Vorschlag