Zitiert: Ist Gendern der „Tod der Sprache“?

Es war ein kleines Experiment am vergangenen Montag, dem Internationalen Frauentag: In der gesamten ZiB2 waren keine männlichen Mehrzahlformen zu hören. Ganz am Ende der Sendung erklärte ich es kurz: „Männer waren mitgemeint.“

Bis dahin war es niemandem aufgefallen: Kein einziges Mail, kein Tweet, keine Facebook-Reaktion. Ganz anders ist es, wenn ich in der Sendung „gendere“, also ein Mehrzahlwort wie Politiker*innen spreche – mit einer kurzen Pause, weil man das „Gendersternchen“ selbst ja nicht sprechen kann. Also: Politiker innen.

Armin Wolf, Blog, 11.03.2021 (online)

Zitiert: Identitätspolitik ist Schrei nach Teilhabe

Politiker sollten erkennen, was Identitätspolitik ist: ein Schrei nach Teilhabe. In einer Demokratie muss auf Ungerechtigkeiten hingewiesen werden, gerade jetzt. …. Die Debatte um die sogenannte Identitätspolitik verläuft auch deshalb falsch, weil Teile der Mehrheitsgesellschaft empörter sind über die Gruppen, die Missstände…

Zitiert: Gendern im Journalismus

Ich bin der Meinung, dass der Journalismus insgesamt gut daran täte, zu gendern. Das generische Maskulinum schließt einfach viele aus, bei Frauen angefangen. Wir haben eine männliche Sprache. … Ich bringe an dieser Stelle immer gerne ein Beispiel: “Sitzen zwei Piloten im Flugzeug. Sagt die eine zur anderen: ‘Bestimmt haben sich jetzt alle zwei Männer vorgestellt.’” Ich finde, dieser Witz reicht, um offensichtlich zu machen, dass unsere Lebenswirklichkeit männlich geprägt ist. Es gibt hierzu mittlerweile genug Studien, die belegen, dass das Gehirn beim Verwenden des generischen Maskulinums eben nicht “alle mitdenkt”.

Marieke Reimann, turi2.de, 16.01.2020 (online)