Vergesst das Fernsehen? – Portishead verdienen 2.300 Euro mit 34 Millionen Streams

Das klassische TV-Sendermodell sei hinfällig, man brauche neue Finanzierungs- und Vertriebswege. So die neue Dok-Leipzig-Chefin Leena Pasanen im Interview mit SpOn (26.10.2015).

 

„Wir erleben gerade das, was die Musikbranche vor Jahren schon durchgemacht hat: Die Leute legen nicht mehr Wert auf die Verpackung eines Produkts – ob sie Musik als CD oder Schallplatte präsentiert bekommen, ist für sie nicht entscheidend. Genauso geht es Filminteressierten, denen ist es egal, auf welchem Weg sie an einen Film kommen.“

 

Doch wie viele Musiker können von der „Internet-Verwertung bzw. Selbstvermarktung“ leben? Welche Umsätze werden da generiert? Weiterlesen Vergesst das Fernsehen? – Portishead verdienen 2.300 Euro mit 34 Millionen Streams

Zitiert: Ex-DJV-Vorsitzender fordert Rundfunkbeitrag für Presse ein

Wenn Print stirbt, stirbt auch Online, da das Geld immer noch über die Printprodukte erwirtschaftet wird. Trotz der Bezahlschranken gibt es bisher noch kein tragfähiges Geschäftsmodell für den Online-Journalismus. Wichtig ist daher eine neue Art der Finanzierung. Die muss aber staatsfern sein. … Wir werden ein ähnliches Modell wie bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten brauchen. Ich halte es für realistisch, dass eine Haushaltsabgabe für Zeitungen, egal ob sie als Printprodukte oder online erscheinen, eingeführt wird. Wie soll sonst zum Beispiel Lokalpolitik noch an die Bürger vermittelt werden

 

Michael Konken, kress.de, 29.10.2015 (online)

Zitiert: Ist Streaming Rundfunk

„Das grundlegende Verfassungsgesetz stellt auf den technischen Rundfunkbegriff ab. Rundfunk ist eine Punkt-zu-Multipunkt-Übertragung, wobei die Zahl der gleichzeitig versorgbaren Empfänger praktisch unendlich ist. Die vom ORF genutzten Streamingverfahren sind hingegen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und damit kein Rundfunk. Die Server können immer nur eine begrenzte Zahl von Empfängern versorgen“, stellt heise.de fest.

Zitat: Institutionenverweigerer können Welt verändern

„Es ist an der Zeit, die Jugend nicht mehr dafür zu kritisieren, dass sie nicht wählen geht; es ist vielmehr Zeit zu feiern, wie Institutionsverweigerer tatsächlich versuchen die Welt zu verändern. Diejenigen, die den Institutionen nicht mehr trauen, ignorieren sie nicht einfach. Einige bauen Systeme, die darauf ausgelegt sind, bestehende Institutionen überflüssig zu machen. Andere werden zu den schärfsten Kritikern unserer Institutionen, während die Radikalsten neue Verfahren entwickeln, die der Zentralisierung und Verdichtung von Macht widerstehen.“

 

Ethan Zuckerman, Leiter des Center for Civic Media auf sueddeutsche.de (21.07.2015, online)