Zitiert: Presse als Gegenspieler zu den Herrschenden?

Lizenz zum Gelddrucken, sagt die Forschungsliteratur. Die Familien, die 1945 einen Verlag gründen durften, haben heute Milliardenvermögen oder wenigstens dreistellige Millionensummen: Mohn, Springer, Bauer, Burda, Holtzbrinck, Schaub. Ich könnte diese Liste leicht fortsetzen. Wie man da auf die Idee kommen kann, die Presse sei so etwas wie ein Gegenspieler der Herrschenden, bleibt mir ein Rätsel.

Michael Meyen, Hintergrund 5/6–2024, S. 28

Zitiert: Wirksame Medienpolitik wird von Gerichten gemacht

Politik sollte nicht die Medien kontrollieren, sondern unabhängige journalistische Medien sollten die Politik kontrollieren. So geht das freilich schon ältere Ideal. Inwieweit es noch zutrifft und breite Wirkung entfaltet, dazu herrscht Meinungsvielfalt. Jedenfalls kommt die Medienpolitik, die in Deutschland wie in den meisten Demokratien ja kein eigenständiges Ressort bildet, selbst im engen Rahmen, den ihr Verfassungen wie das Grundgesetz setzen, mit der dynamischen Entwicklung der Medien kaum mehr zurecht. Tatsächlich wirksame Medien- und Netzpolitik wird immer noch mehr von der Justiz gemacht statt von überforderten Regierungen.

Christian Bartels, MDR Altpapier, 21.11.2024 (online)

Zitiert: Die Medienregulierung schafft sich gerade selbst ab

Big Tech und Trump bedrohen die Freiheit der Medien. Die AfD, Europas Rechtspopulisten und Putin profitieren. Die vielleicht letzte Möglichkeit, zu handeln, lassen wir gerade verstreichen. […] Unsere Demokratie wankt, weil ihre Grundlage zersetzt wird: das Mediensystem. Denn das politische Agendasetting findet…

Zitiert: Unmöglichkeit, absolute Objektivität oder Neutralität herzustellen

Es ist unmöglich, absolute Objektivität oder Neutralität herzustellen. Es ist auch die Frage, ob das überhaupt wünschenswert wäre, manche bestreiten das. Ich persönlich halte das Objektivitätsideal weiterhin für wichtig im Journalismus, und übrigens auch in der Wissenschaft. Ich sehe aber einen Unterschied…