Zitiert: Einige Fehlentwicklungen in der Journalistenausbildung

Es fragt sich natürlich auch, wie es zu dieser dramatischen Verwahrlosung in der Ausbildung des Nachwuchses kommen konnte. Denn insbesondere ab 1990 galt die Journalistenausbildung hierzulande als vorbildlich. Das hatte hauptsächlich damit zu tun, dass 1990 die Volontärausbildung flächendeckend durch Tarifverträge geregelt…

Zitiert: Überleben von Qualitätsjournalismus

Wollen Medienhäuser überleben, müssen sie ihr Denken radikal ändern. Klingt komplex, ist aber letztlich nicht so schwer. Sie müssen nur das Gegenteil dessen machen, was Wiele anregt. Als Grundvoraussetzung für heilsbringende Erleuchtung sollten sie zuallererst einmal alle Tools wegwerfen, die im Herzen…

Zitiert: KI beeinflusst die Sprache in Medien messbar

Künstliche Intelligenz verändert die Sprache: Eine exklusive Auswertung zeigt, welche typischen KI-Wörter seit Chat-GPT zugenommen haben. […] Das zeigt eine exklusive Analyse der Linguistin Julia Krasselt, Professorin am ZHAW Departement Angewandte Linguistik in Winterthur, für die „NZZ am Sonntag“. Sie hat für…

Zitiert: Was hat zu diesem Verfall journalistischen Wissens geführt?

Es war nicht nur der unbedingte Wille, als modern gelten zu wollen und dafür klassisches journalistisches Methodenwissen, journalistische Recherchefertigkeit notfalls über Bord zu werfen. Es war mehr. Es war und ist der Gesinnungsjournalismus, der den unglaublich vielfältigen und kritischen Journalismus der Weimarer Zeit beerdigt hat. Dieser Gesinnungsjournalismus, der Recherche durch Narrative, Unvoreingenommenheit durch eine feststehende politische Tendenz und umfassende Information durch Belehrung ersetzen will. Er feiert wieder fröhlich Urstände.

Peter Welchering, berliner-zeitung.de, 20.10.2026 (online)

Zitiert: Ableistische Übergriffigkeit

Der zuverlässigste Begleiter von Menschen mit sichtbaren Behinderungen ist die verdruckste Frage nach der Diagnose. Sie wird gestellt von Fremden, von Kollegen, von Personen, die einem neu begegnen. Die Frage mag anteilnehmend erscheinen, tatsächlich ist sie der Inbegriff ableistischer Übergriffigkeit, denn sie drängt die behinderte Person in die Defensive, reduziert sie auf ihren „Makel“, stigmatisiert sie als „anders“, nicht der Norm entsprechend, und macht sie gleichzeitig zur Expertin ihrer eigenen Abnormität und zum Studienobjekt.

Lea Streisand, sueddeutsche.de, 14.10.2026 (online)