Zitiert: Viele, die Journalismus machen, sollten den Beruf jetzt dringend lernen

Die gestern noch zahlenden Kundschaften sind geflutet mit Gratis-Aufregung, aggressive Stümperei wird als Journalismus mit höherem Unterhaltungswert konsumiert. Und zerstört die herkömmlichen Geschäftsmodelle: Pro7 streicht 430 Stellen, der RBB 250, bei RTL wird der Kauf von Sky „Synergien“ bringen und drumherum schrumpft vieles mehr. Den Rest besorgt dann die zweite Welle – der anbrechende Durchmarsch von KI. Wahrscheinlich wird es leichter, Influencer und Schwallhuber zu professionalisieren – als einen Journalismus zu lernen, für den es nur schwindendes Publikum gibt.

Friedrich Küppersbusch, taz.de, 26.10.2025 (online)

Zitiert: Links-Rechts-Schema im Journalismus

Für mich funktioniert Journalismus im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht nach einem Links-Rechts-Schema. Mit solchen Kategorien kann ich nicht viel anfangen. Journalismus ist ein Handwerk, das klaren Standards folgt. Darauf will ich die Debatte zurückführen.

Hendrik Lünenborg, dwdl.de, 29.10.2025 (online)

Zitiert: Die Perspektive ist Multiformat

Das kommt aus einer reinen Zuschauerlogik heraus. Wenn ich beispielsweise die ‚Tagesschau‘ sehen möchte, dann treffe ich doch keine Entscheidung zwischen Long- oder Shortform, Mobilnutzung oder Big Screen, sondern ich möchte die Inhalte im besten Fall überall zu jeder Zeit sehen. Daher muss ich als Content-Anbieter auf allen Geräten möglichst in allen Formaten verfügbar sein, um die Nutzer in ihrer jeweiligen Nutzersituation zu erreichen. All das sinnvoll zu verbinden, ist die Kunst.

Andreas Briese, dwdl.de, 27.10.2025 (online)

Zitiert: Künstliche Intelligenz im US-Journalismus nimmt rasant zu

Studie zeigt: Jeder elfte Zeitungsartikel enthält KI-Text. Doch Transparenz fehlt fast völlig. Lokale Medien setzen am stärksten auf Automatisierung. Eine aktuelle Untersuchung der University of Maryland deckt auf, wie stark Künstliche Intelligenz bereits den amerikanischen Journalismus durchdringt. Laut der im Oktober 2025…

Zitiert: ZDF-Fernsehratsvorsitzende fordert „engen Schulterschluss“ von Medien und Politik

Seine Parteifreundin Gerda Hasselfeldt flehte in ihrer Funktion als Vorsitzende des ZDF-Fernsehrats auf einem weiteren Symposion die Zuhörer an: „Wir brauchen einen engen Schulterschluss von Politik und Medien“, sagte sie, „man kann über die Bevölkerungsvielfalt streiten, aber immer in dem Bewusstsein, dass dieses Juwel vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk erhalten bleibt mit einem positiven Impact. Das geht nicht umsonst. Ich kann nicht einen hohen Standard ansetzen für faktenbasierten Journalismus linear und digital, dazu neue Nutzerkontakte vorschreiben, dann aber sagen: Aber kosten darf das nichts!“

Jörg Seewald, faz.net, 25.10.2025 (online)