Zitiert: 32 Jahre nach dem Mauerfall dominieren Westdeutsche die Medienlandschaft

Ostdeutsche in Chefetagen von Verlagen und Redaktionen muss man dagegen mit der Lupe suchen … Der Fall der Berliner Mauer: Heute scheint das Fernsehkitsch, vor 32 Jahren hieß es Revolution. Menschen forderten Reise-, Meinungs- und Pressefreiheit; wollten lesen, sprechen und streiten dürfen.…

Zitiert: Post-faktisches Fernsehen

Filme und Streaming-Serien, die Geschichte, soziale, kulturelle, biografische Zusammenhänge bewusst für null und nichtig erklären, die eine ahistorische, völlig subjektive Parallelwelt erschaffen, die nur wahr ist, weil man es so will. Man hat keine Verpflichtung gegenüber der Wirklichkeit, man schafft sie sich.…

Zitiert: Gendern im Journalismus

Ich bin der Meinung, dass der Journalismus insgesamt gut daran täte, zu gendern. Das generische Maskulinum schließt einfach viele aus, bei Frauen angefangen. Wir haben eine männliche Sprache. … Ich bringe an dieser Stelle immer gerne ein Beispiel: “Sitzen zwei Piloten im Flugzeug. Sagt die eine zur anderen: ‘Bestimmt haben sich jetzt alle zwei Männer vorgestellt.’” Ich finde, dieser Witz reicht, um offensichtlich zu machen, dass unsere Lebenswirklichkeit männlich geprägt ist. Es gibt hierzu mittlerweile genug Studien, die belegen, dass das Gehirn beim Verwenden des generischen Maskulinums eben nicht “alle mitdenkt”.

Marieke Reimann, turi2.de, 16.01.2020 (online)

Zitiert: Ein Weg sich zu radikalisieren

Je enger das Weltbild und die eigene Lebenswirklichkeit ist und je stärker man sich auf verschiedenen Ebenen abkapselt, umso wahrscheinlicher ist es, dass man sich in seinen Einstellungen radikalisiert. Und dieser Effekt ist nicht an eine bestimmte politische Position oder Meinung gebunden.

Merja Mahrt, zeit.de, 22.10.2019 (online)