Zitiert: Soziale und gesellschaftspolitische Funktionen regionaler Berichterstattung

Mit Blick auf die hohe Nutzungsfrequenz und die verschiedenen Funktionen, die sie für die Rezipienten erfüllen, sind regionale Medienangebote aus demokratietheoretischer und gesellschaftspolitischer Perspektive von erheblicher Bedeutung. Ihre Aufgabe und gleichzeitig Herausforderung besteht in der Zukunft darin, die Nutzer nach Möglichkeit einzubinden und sie an den medialen Prozessen der lokalen und regionalen Kommunikation stärker partizipieren zu lassen, wie zum Beispiel durch Beteiligung an der Entstehung journalistischer Produkte.

Uli Gleich und Hanna Puffer in Media Perspektiven 01/2019, S. 5 ff. (online)

Die Leistungen des Lokaljournalismus

Die Ergebnisse einer empirischen Studie zur Qualität der Lokalberichterstattung in Zeitungen und Onlineangeboten von Anna-Lena Wagner (Uni Dortmund) zeigen, dass der Lokaljournalismus sich zwar gegenüber den früher ermittelten Defiziten verbessert hat, etwa im Bereich der Themenvielfalt und Unabhängigkeit. Er ist aber immer noch dadurch charakterisiert, dass wenig Hintergründe vorkommen, die Vielfalt an Darstellungsformen gering ausfällt und eher unkritisch über das lokale Geschehen berichtet wird. Im Bereich Partizipation schöpfen Print- und Onlineausgaben die Möglichkeiten ebenfalls nicht aus.

 

Presseerklärung (online)

Link zur Veröffentlichung in Publizistik (Paid, online)

Zitiert: Warum es mehr statt weniger Lokaljournalismus geben sollte

In jeder vierten schwedischen Kommune gibt es keine lokale Nachrichtenredaktion mehr. Das hat das Institut für Medienstudien in Stockholm herausgefunden. Jetzt will die schwedische Regierung Medien in genau diesen Regionen stärker fördern und reformiert die staatliche Presse-Förderung. Das Risiko besteht, dass die…

Zitiert: Wie das Lokale global wird

„The more local, the more global. Als Ausgangspunkt wählen wir immer Konflikte, Themen, Geschichten, die sehr dänisch sind. Und wenn man zum Kern dessen geht, was es heisst, Teil der dänischen Gesellschaft zu sein, und sich wirklich bemüht, das herauszuarbeiten und zu dramatisieren – ja, dann wird das offensichtlich auch für den Rest der Welt interessant.“

 

Maria Rørbye Rønn zitiert im MDR Altpapier von Klaus Raab, 29.01.2018 (online)

Wie Christoph Keese den „Journalismus für eine Politelite“ von Politico zum Lokaljournalismus umdefiniert

„Was ist digitaler Lokaljournalismus? Wie unterscheidet er sich von Lokaljournalismus? Wir sollten die Idee der Zeitung vom Medium Papier emanzipieren. Das Prinzip für guten Journalismus ist immer gleich: exzellente Inhalte zu bieten, und zwar solche, die die Leser wirklich haben wollen. „Politico“ (ein amerikanisches Politikmagazin; d. Red.) zum Beispiel ist Lokaljournalismus. Gleiches machen wir jetzt gemeinsam mit Politico in Brüssel – auch das ist wieder ein Lokalmedium mit ähnlich hohem Preis. Warum bezahlen die Leser das? Weil es ihnen diesen Preis wert ist.“ So Christoph Keese gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger (online, 21.05.2015) .

Da hätte der fragende Journalist Michael Greuel nachhaken müssen. Dass Politico keinen Lokaljournalismus im eigentlichen Sinn macht, ist jedem klar, der sich einmal die Homepage ansieht. Doch so bleibt diese Behauptung einfach stehen. Auch eine Nachfrage nach den Abonnenten hätte einiges klarer gemacht. Denn wer ist schon bereit, 7.500 Dollar im Jahr für Lokaljournalismus zu bezahlen. Weiterlesen Wie Christoph Keese den „Journalismus für eine Politelite“ von Politico zum Lokaljournalismus umdefiniert