Zitiert: Etablierten Medien fehlt der Mut

Was mir persönlich bei den etablierten Medien mitunter fehlt, ist mehr Mut. Mut zu starken Thesen, Mut auch einmal etwas zu loben, Mut zu priorisieren, Mut zu neuen Formaten, Mut zu niedrigen Einschaltquoten, Mut zu unpopulären Entscheidungen! Sicher: Für Mut gibt es nicht immer sofort Applaus. Es ist im Medienbereich aber wie in der Politik: Am Ende des Tages wird man nicht respektiert und gewählt, weil man auf der Welle des Zeitgeistes surft, sondern weil man eine Haltung und einen klaren Fahrplan hat.

Andreas Voßkuhle, sueddeutsche.de, 04.12.2025 (online)

Zitiert: Gewöhnung an den Rechtsbruch

Auch in Deutschland könnte eine Regierung Medien gängeln. Über den Rundfunkrat werden die öffentlich-rechtlichen Medien offiziell kontrolliert – zwar durch plural besetzte Gremien, trotzdem kann die Politik Einfluss ausüben. Wenn wir an Thüringen oder Sachsen-Anhalt denken, ist das eine Gefahr. Wir sind…

Zitiert: Naivität und überzogene Erwartungen an KI

Künstliche Intelligenz soll den Journalismus revolutionieren. Verleger und Funkhaus-Hierarchen hegen große Hoffnungen, haben aber wenig Wissen. Das ist gefährlich […] Großes Erschrecken gab es, als ich den beiden klarmachte, dass KI-Tools gewartet werden müssen. Das verursacht nun einmal Kosten, auch Personalkosten. Noch…

Der Demokratie ist die Zukunft abhandengekommen

Weil ihre eigenen Prinzipien nicht mehr als Quelle von Zukünften wahrgenommen werden: Freiheit, Gerechtigkeit, Bildung, Optimismus, Fortschrittsglaube. […] Der Faschismus gewann seine Anziehungskraft aus seiner energetischen Kraft, das Leben erneuern zu wollen. Er entfaltete sich in einer destruktiven Erneuerung, die auf der…