Zitiert: Nicht minder problematisch ist das Verhalten der beteiligten Institutionen

Die ARD, die das Interview trotz der massiven Störungen fortsetzte, machte sich zum Komplizen eines Spektakels, das journalistischen Standards spottet. Die Berliner Polizei, die tatenlos zusah, während eine nicht angemeldete Demonstration ein öffentlich-rechtliches Interview störte, versagte bei ihrer Aufgabe, die Pressefreiheit zu…

Zitiert: Mediale Angriffe auf eine Person brauchen kein Massenpublikum

Frauke Brosius-Gersdorf ist eine angesehene Juristin. Alle ihre Einschätzungen, die jetzt skandalisiert wurden, waren schon zuvor öffentlich. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Parteien die Kandidat:innen anderer Parteien aus politischen Gründen ablehnen – wie zuletzt die Grünen den CDU-Kandidaten Robert Seegmüller. Solche demokratiepolitischen…

Zitiert: Wirkungsmächtigste Desinformationsströme werden intern initiiert

Öffentlicher Raum wird zum Kriegsgebiet. Mit Drohungen und übler Nachrede wird signalisiert: Wer in das öffentliche politische Feld tritt, wird nicht argumentativ, sondern persönlich attackiert und gegebenenfalls vernichtet. Der öffentliche Raum wird zum permanenten Kriegsgebiet: „Die Verwüstung ist ein Zustand, in dem…

Zitiert: Vorschläge zur Selbstinterpretation entwickeln

Mein grundsätzliches Selbstverständnis ist das folgende: Menschen sind selbstinterpretierende Wesen. Das bedeutet, dass das, was wir sind, wer wir sind, wo wir hinwollen und in welcher Gesellschaft wir leben, immer auch davon abhängt, wie wir uns verstehen. Unsere Wirklichkeit wird maßgeblich von…

Zitiert: Digitale Technologien binden mehr Zeit als sie freisetzen

Digitale Technologien, die eigentlich Zeitkontingente freisetzen sollen, binden selbst erhebliche Zeitressourcen. Ständig piept das Smartphone, ploppt eine neue Nachricht auf. Die britische Denkfabrik The QEII Centre kommt in einer Studie („The Distracted Economy“) zu dem Ergebnis, dass die Ablenkung durch Messengerdienste und Online-Meetings die britische Wirtschaft pro Jahr rund 21 Milliarden Pfund kostet. „Human Fracking“ nennt der amerikanische Historiker Graham Burnett das aufmerksamkeitsökonomische Bohren in unseren Gehirnen. Sind wir selbst die Werkzeuge unserer Werkzeuge?

Adrian Lobe, berliner-zeitung.de, 16.07.2025 (online)