Zitiert: Der Seismograf bei vielen Ostdeutschen

Der Seismograf ist bei vielen Ostdeutschen, die ich kennenlernen durfte, sensibel eingestellt. Die Menschen haben oft bessere Antennen, sie erspüren mehr Schwingungen zwischen den Zeilen. Das ist mir auch persönlich nahe. Ich bin zwar nicht ostsozialisiert, aber ich weiß, wie es sich anfühlt, herablassend behandelt zu werden. Ich mag so etwas überhaupt nicht. Und ich kenne auch das Gefühl, wenn man nicht alles auf dem Silbertablett serviert bekommt, sondern sich etwas erkämpfen muss.

Tom Buhrow, berliner-zeitung.de, 25.05.2025 (online)

Zitiert: Dass Generationen existieren, ist nicht belegt

Immer wieder finden sich auch Kommentare, die die Sinnhaftigkeit der Generationen-Berichterstattung infrage stellen. Und das aus guten Gründen: Der Soziologe Martin Schröder nennt Generationen „konstruiert“, da nur Alters- und Periodeneffekte wissenschaftlich nachweisbar seien. Alterseffekte entstehen durch das Älterwerden. Periodeneffekte sind zeitgenössische Einflüsse,…

Zitiert: Quotenvorgaben bedeuten das Ende der Kreativität und der Kunstfreiheit

Warum fordert eine Initiative nun die „Quote-Ost“ in den Medien? Nimmt man ihre Forderungen zum Nennwert, führt das auf den Holzweg. […] Vier Forderungen formuliert „Quote-Ost“: eine Quote für Ostdeutsche, „entsprechend dem Bevölkerungsanteil in Entscheidungspositionen in der Film- und Fernsehbranche“ (Redaktionen, Gremien,…

Zitiert: Über Julia Beckers Glaubwürdigkeit

In den vergangenen Jahren wurde Becker nicht müde, der Branche ihre Botschaften mitzuteilen. Mal kritisierte sie die reine Profitsucht ihrer Kollegen und warb für mehr „Qualitätsjournalismus“. Dann warnte sie vor Clickbait und Zuspitzung. Sie prangerte toxische Männlichkeit im Journalismus an, forderte mehr…