Zitiert: Rollen im Talkshow-Wahlkampf

Während Merz betont selbstbewusst auftrat, gab sich Habeck ebenso demonstrativ nachdenklich; während Merz versprach, seine Regierung werde den Fortschritt im Handumdrehen zurückbringen, übte sich Habeck in skeptischer Metareflexion; dort sprach der Geschäftsmann, hier der Philosophenkönig. Nimmt man dann noch Olaf „den Zauderer“ Scholz hinzu, den gekränkten Christian Lindner, die geifernde Alice Weidel und die kalte Sahra Wagenknecht, so dürfte der kommende Wahlkampf eines jedenfalls nicht werden – langweilig. Jannis Koltermann, faz.net, 07.11.2024 (online)

Zitiert: Trumps Sieg als Abwahl eines verkrusteten und gut abgeschirmten Systems

Man muss sich also klarmachen: Wenn Medien wie die „New York Times“ in der vergangenen Woche davor gewarnt haben, Donald Trump zu wählen und das damit begründet haben, dass er die Demokratie in Gefahr bringt, dann war das aus der anderen Perspektive…

Zitiert: Popstars bei der US-Wahl überschätzt

Früher war mehr Politik: Vielleicht hat man Taylor Swift überschätzt. Ihre Stimme zählte am Ende doch nicht mehr als andere und konnte Trumps Wahlsieg auch nicht verhindern. […]

Ansonsten ist festzuhalten, dass die Bedeutung der demokratisch gesinnten Unterhaltungskünstler wieder einmal überschätzt wurde, zumindest, was deren Einfluss auf die politische Willensbildung betrifft. […]

Die Leute aus der Bürgerrechtsära wollten doch etwas: mehr oder überhaupt Rechte, materielle Sicherheit. James Brown verhinderte bei schwarzen riots das Schlimmste; Stevie Wonder gab keine Ruhe, bis es einen Martin Luther King Day gab.

Edo Reents, faz.net, 06.11.2024 (online)